18:48 | 03.02.2012
Aktien Wien Schluss: Gewinne – US-Arbeitsmarktdaten beflügeln
WIEN (dpa-AFX) – Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei hohem
Volumen mit Kursgewinnen beendet. Der ATX stieg bis zum Handelsende um
2,07 Prozent auf 2.215,62 Punkte. Nach frühen Verlusten drehte der Leitindex im
Einklang mit dem europäischen Umfeld gegen Mittag ins Plus und erhielt von den
überraschend positiven US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag einen weiteren
kräftigen Schub. Einmal mehr fiel das Plus am Wiener Aktienmarkt deutlicher aus
als an den übrigen Börsen Europas.
Unter den im Wiener prime market gelisteten Werten führten Palfinger
(plus 7,82 Prozent auf 18,55 Euro) auch zum Handelsende die Kursliste
an. Der Kranhersteller hatte seine Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr
2011 präsentiert, die von Analystenseite als “in Summe positiv” bewertet wurden.
“Die Zahlen liegen etwas über den Markterwartungen”, kommentierte der Experte.
Auch der Ausblick sei positiv aufgenommen worden, zumal das Unternehmen trotz
der anhaltend schwierigen Marktbedingungen ein moderates Umsatzwachstum erwarte.
In der anschließenden Pressekonferenz zeigte sich Vorstandschef Herbert
Ortner hinsichtlich eines noch diesjährigen Markteinstiegs in China
zuversichtlich. Die Chancen eines definitiven Vertragsabschlusses noch im ersten
Halbjahr seien “sehr hoch”. Innerhalb von fünf bis sechs Jahren würde China dann
zum größten Einzelmarkt für Palfinger aufsteigen.
Unter den größten Kursgewinnern fanden sich auch OMV ,
die bis zum Handelsende 4,36 Prozent auf 27,05 Euro nach oben zogen. Die Aktie
des Gas- und Ölkonzerns stand gleich mit mehreren Meldungen im Blick. Zunächst
veröffentlichte das Unternehmen in der Früh das Trading Statement für das
Schlussquartal 2011, woraufhin die Aktie aber kaum reagierte. Im weiteren
Verlauf gab schließlich die OMV-Tochter Petrom bekannt, gemeinsam mit dem
US-Konzern ExxonMobil auf Erdgas im Schwarzen Meer gestoßen
zu sein. Über das Volumen des Vorkommens und auch darüber, ob die Produktion
überhaupt wirtschaftlich sei, könne derzeit aber keine Aussage getroffen werden,
hieß es seitens Petrom weiter. Zudem teilte eine Sprecherin gegenüber der APA
mit, das Wirtschaftsministerium habe den Antrag der IPIC auf Aufstockung bei der
OMV auf zumindest 25 Prozent, also auf Sperrminorität, zurückgewiesen. Der
Antrag des arabischen Staatsfonds aus Abu Dhabi falle nicht unter die Anwendung
des Außenwirtschaftsgesetzes, hieß es zur Begründung.
Die schwergewichtigen Wiener Bankenwerte konnten sich zum Wochenschluss für
keinen klaren Trend entscheiden. Raiffeisen befestigten sich um 2,35 Prozent auf
28,30 Euro, während Erste Group unverändert bei 18,50 Euro
aus dem Handel gingen. In der Früh hatten die beiden Titel recht deutliche
Verluste verzeichnet und den ATX zur Eröffnung in die Verlustzone
gedrückt./ana/APA/tw
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