19:01 | 04.03.2009
Aktien Wien Schluss: Index-Schwergewichte stark gesucht
WIEN (dpa-AFX/APA) – Die Wiener Börse hat am Mittwoch nach einer kräftigen
Aufholjagd im Späthandel mit massiven Gewinnen geschlossen. Der ATX
stieg um 77,69 Punkte oder 5,45 Prozent auf 1.502,98 Einheiten. Auch an anderen
Börsen in Europa ging es im Späthandel kräftig nach oben. Die Märkte konnten
sich damit etwas erholen, nachdem sie zuletzt auf neue Mehrjahrestiefs gefallen
waren. Als Hintergrund für die Kursgewinne nannten Marktteilnehmer Hoffnungen
auf eine Ausweitung des Konjunkturprogramms der chinesischen Regierung.
Gut gesucht waren in Wien vor allem die großen ATX-Schwergewichte. So
stiegen Wienerberger um 9,40 Prozent auf 6,40 Euro. OMV
legten 9,31 Prozent auf 20,79 Euro zu. Erste Group gewannen
9,19 Prozent auf 8,08 Euro. Voestalpine gewannen in einem
international sehr festen Umfeld 8,87 Prozent auf 12,89 Euro.
Größter Kursgewinner im Prime Market waren Vienna Insurance mit einem Plus
von 11,15 Prozent auf 19,84 Euro. Sehr fest zeigten sich unter den Finanzwerten
auch Raiffeisen International mit einem Plus von 5,87
Prozent auf 15,70 Euro.
Unter die Räder kamen am Mittwoch Polytec und fielen um 12,06 Prozent auf
1,24 Euro. Immofinanz fielen um 5,19 Prozent auf 0,73 Euro.
Flughafen Wien verloren 4,69 Prozent auf 19,30 Euro. Die
Analysten von Goldman Sachs haben ihr Kursziel für die Aktie von 21 auf 17,50
Euro gesenkt. Die Empfehlung “Sell/Neutral” wurde bestätigt.
Die Post-Aktie konnte sich von ihren zeitweise deutlichen Verlusten im
Späthandel erholen und schloss nur mit einem kleinen Minus von 0,60 Prozent bei
24,97 Euro. Die Aktie hatte im Verlauf mehr als fünf Prozent nachgegeben,
nachdem die Post überraschend den Abgang von Konzernchef Anton Wais aus
gesundheitlichen Gründen vermeldet hat.
Analysten sehen den Abgang von Wais neutral. Wais habe als Stratege eine
wichtige Rolle gespielt, aber “die Restrukturierungsmaßnahmen und operativen
Ziele werden trotzdem durchgezogen”, erwartet der UniCredit-Analyst Harald
Weghofer. Bis zur Bestellung eines fixen Nachfolgers könnte allerdings eine
gewisse Unsicherheit den Kurs bremsen, so ein anderer Analyst./APA/sb
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