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18:06 | 25.08.2008
Aktien Zürich Schluss: Gegen Ende in die Verlustzone gedreht

ZÜRICH (dpa-AFX) – Der Schweizer Aktienmarkt hat zu Wochenbeginn nach einem
relativ ruhigen Handelstag schwächer geschlossen. Der SMI hat nach der
tieferen Eröffnung lange Zeit seitwärts und in der Folge sogar für kurze Zeit
fester tendiert. Am Nachmittag büßte der Leitindex diese Gewinne jedoch wieder
ein und drehte kurz vor Börsenschluss gar noch in die Verlustzone.

Für den Umschwung machten Händler vor allem den im Vergleich zum Juni
gefallenen Chicage-Fed-Activity-Index verantwortlich. “Drei der vier
Hauptkomponenten des Index haben sich im Juli schlechter entwickelt als noch im
Juni”, sagten Händler. Die etwas besser als erwartet ausgefallenen
US-Hausverkäufe hatten dagegen kaum einen Einfluss auf das hiesige
Börsengeschehen. Dagegen verlor der SMI gegen Ende Novartis
und Roche als Stütze. Druck hätten auch die schwachen
US-Finanzwerte ausgeübt, hieß es.

Bis Börsenschluss sank der SMI um 0,44 Prozent auf 7.062,58
Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI ging ebenfalls um 0,44 Prozent auf
1.053,52 Einheiten und der SPI um 0,41 Prozent auf 5.915,85 Punkte
zurück.

Am meisten litten bei den Schwergewichten die konjunktursensitiven
Luxusgüteraktien von Richemont (minus 2,3 Prozent auf 61,30
Franken) und Swatch (minus 1,4 Prozent auf 256,00
Franken) sowie die Aktien von ABB (minus 1,6 Prozent auf
25,36 Franken), Julius Bär (minus 1,2 Prozent auf 64,20
Franken) oder Adecco (minus 1,1 Prozent auf 49,70
Franken). Börsenrelevante Nachrichten gab es zu diesen Aktien kaum. Nur Adecco
wurden von ING von ‘Hold’ auf ‘Sell’ zurückgenommen.

Novartis (minus 0,3 Prozent auf 60,45 Franken) drehten gegen Ende hin ins
Minus, nachdem das Schwergewicht den SMI lange Zeit gestützt hatte. Roche büßten
0,8 Prozent auf 181,70 Franken ein. Die Großbankentitel der UBS
(minus 0,3 Prozent auf 22,80 Franken) und Credit Suisse
(minus 0,3 Prozent auf 49,88 Franken) gingen ebenfalls leichter aus
dem Handel. Dagegen legten Nestle um 0,2 Prozent auf 48,40
Franken zu.

Die größten Gewinne verbuchten Ciba (plus 4,0 Prozent
auf 26,64 Franken). Im Berufshandel wurden die vorwiegend von Deckungskäufen
getragenen Nachfrageimpulse auf mehrere Artikel in der Wochenendpresse
zurückgeführt. Unter anderem war von einem zunehmenden Druck der Anteilseigner
auf den Basler Spezialitätenchemiekonzern zu lesen. Insgesamt hatten Ciba nach
dem Kurseinbruch der vergangenen Woche wieder etwas gut zu machen.

Ebenfalls deutlich fester schlossen OC Oerlikon (plus
2,6 Prozent auf 263,25 Franken). Das Technologieunternehmen wird Morgen Dienstag
die Zahlen zum ersten Halbjahr präsentieren und dürfte bei sinkendem Umsatz
einen Reinverlust von gegen 300 Millionen Franken ausweisen./mk/ra/AWP/fj


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