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18:39 | 10.09.2009
Aktien Zürich Schluss: Kaum verändert – Am Schluss noch ins Plus gedreht

ZÜRICH (dpa-AFX) – Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag leicht im
Plus geschlossen. Der Leitindex SMI war am Morgen bereits mit Gewinnen
in den Handelstag gestartet, büßte dann aber bis am Mittag die Aufschläge wieder
ein.

Die Zeichen für eine weitere Aufhellung der konjunkturellen Entwicklung
erhielten von den US-Konjunkturdaten weiteren Auftrieb. Die Zahlen zu den
Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe waren unerwartet deutlich gefallen. Gedämpft
wurde die positive Nachricht aber von dem stärker als gestiegenen
Handelsbilanzdefizit der USA. Der Markt bleibe weiterhin schwankungsanfällig,
meinte denn auch ein Händler.

Am Schluss gewann das Blue-Chip-Barometer 0,10 Prozent auf 6.208,43 Punkte.
Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI ) stieg um
0,09 Prozent auf 961,90 Zähler und der breite Gesamtmarkt (SPI )
notierte um 0,20 Prozent höher bei 5.359,32 Punkten.

Die größten Aufschläge verzeichneten die Aktien von Petroplus (+3,0
Prozent). Die Titel des Raffineriebetreibers profitieren weiter von den
angekündigten Kapitalmaßnahmen. In der Folge kam es am Donnerstag zu diversen
Anpassungen von Seite der Analysten. Nomura erhöhte das Kursziel und Exane BNP
das Rating für die Papiere.

ABB (+2,1 Prozent) waren ebenfalls gesucht. Der Konzern
veranstaltet am Freitag einen Kapitalmarkttag. Händler berichteten im Vorfeld
der Veranstaltung von aggressiven Käufen aus dem In- und Ausland. Dabei seien
Deckungskäufen sowie Käufe aus dem Lager ausländischer Investoren zu beobachten
gewesen, so ein Marktbeobachter.

Bei den Finanzwerten zeigte sich ein uneinheitliches Bild. UBS
(-1,4 Prozent) gehörten mit zu den größten Verlierern, während Credit
Suisse (+1,4 Prozent) zur Spitze der Tabelle gehörten. Die
Assekuranzen konnten hingegen alle zulegen. Dabei notierten vor allem Swiss Re
(+2,2 Prozent) deutlich höher, aber auch Baloise
(+0,7 Prozent), ZFS (+0,3 Prozent) und Swiss
Life (+0,3 Prozent), schlossen im Plus.

Das Schlusslicht bildeten am Donnerstag Syngenta (-3,0
Prozent). Die Titel litten Händlern zu folge unter einer Prognosensenkung des
US-Konkurrenten Monsanto. Zusätzlich belasten die seit einigen Wochen fallenden
Preise für Agrarrohstoffe. Die Aktie sei traditionell eng an die
Preisentwicklung der wichtigsten Agrargüter gekoppelt, erklärte ein
Marktteilnehmer. Dabei belasten vor allem die guten Ernteaussichten in den USA
die Preise für Feldfrüchte. Zudem wird in Handelskreisen angenommen, dass das
US-Landwirtschaftsministerium am Freitag die Ernteschätzung anheben wird.

Zu den größten Verlierern gehörten am Berichtstag auch Julius Bär
(-1,6 Prozent). Der Vermögensverwalter hatte am Vortag den
Startschuss für den Börsengang des Asset-Management-Geschäftes in den USA
gegeben. Der Titel legte darauf am Mittwoch um mehr als 4 Prozent zu. Händler
bezeichneten die schwächeren Notierungen vom Donnerstag deshalb als
Gewinnmitnahmen./are/AWP/she


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