18:18 | 08.06.2009
Aktien Zürich Schluss: Leichte Abgaben – Gewinnmitnahmen belasten
ZÜRICH (dpa-AFX) – Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Montag mit
Verlusten abgeschlossen. Nach dem Börsenrally der letzten Wochen haben in einem
impulslosen Geschäft Gewinnmitnahmen und Konjunktursorgen belastet. Letztere
wurden mit dem Ausweis des US-Beschäftigungsindikators am Nachmittag etwas
gemildert: Der Index ist im Mai erstmals seit 16 Jahren wieder angestiegen.
Diese Nachrichten reduzierten im Leitindex SMI die Abgaben und führten
diesen für kurze Zeit sogar in die Gewinnzone.
Bis Börsenschluss sank der Swiss Market Index (SMI ) um 0,13
Prozent auf 5.391,72 Punkte. Der Swiss Leading Index (SLI ) profitierte
weniger von der Unterstützung der Schwergewichte und gab um 0,76 Prozent auf
826,61 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI ) verlor
0,15 Prozent auf 4.660,94 Punkte.
Am Ende haben allerdings die Kursverluste der meisten Finanztitel und
Zykliker den Index zu stark belastet. Dagegen konnten auch die festeren
Notierungen bei den defensiven Schwergewichten Novartis ,
Roche Holding und Nestle nichts
ausrichten. Wie sich der Markt weiterentwickle, sei insbesondere von
Konjunkturdaten abhängig, hieß es. Unter anderem wird diese Woche aus den USA
der Konjunkturbericht “Beige Book” der amerikanischen Notenbank erwartet. Im
Fokus stünden aber auch die Entscheide über erste Rückzahlungen von US-Banken
von staatlichen Hilfsgeldern.
Die größten Abgaben verzeichneten bei den Bluechips die Titel von Julius Bär
(-4,5 Prozent). Händler berichteten von Umschichtungen in
Papiere anderer Vermögensverwalter. Eine Kurszielerhöhung durch Helvea fand am
Markt kaum Beachtung, ebensowenig die bestätigte Kaufempfehlung der Bank
Berenberg.
Gewinnmitnahmen prägten auch andere Finanztitel. CS (-1,8 Prozent), ZFS
(-1,6 Prozent), Swiss Re (-1,2
Prozent) oder UBS (-1,1 Prozent) büßten nach den
Kursgewinnen der letzten Wochen überdurchschnittlich an Wert ein. Bei UBS
beschäftigt derzeit die Rolle des Bundes den Markt. Am
(morgigen) Dienstag läuft die Haltefrist für die UBS Pflichtwandelanleihe des
Bundes über sechs Milliarden Franken aus. Am Markt kursieren seit Tagen diverse
Gerüchte zu diesem Thema.
ABB gaben nach einer Rückstufung durch die Société
Générale auf “Sell” um 3,1 Prozent nach. Aber auch andere konjunkturabhängige
Aktien wie jene von Logitech (-3,4 Prozent), Richemont
(-3,3 Prozent) oder OC Oerlikon (-2,8 Prozent) gehörten zu
den größten Verlierern im SMI /SLI .
Adecco kletterten dagegen um 0,4 Prozent in die Höhe.
Hier hat die Royal Bank of Scotland das Kursziel leicht angehoben. Swiss Life
Holding legten, ohne Nachrichten zum Unternehmen, gar um
1,7 Prozent zu. Diese beiden Titel bildeten bei den ansonsten schwachen
Zyklikern und Finanztitel die Ausnahme.
Sieger im SMI waren mit einem Plus von 1,7 Prozent die Aktien von Novartis
. Der Pharmakonzern hatte vorbörslich über positive
Resultate einer Phase-II-Studie mit dem Medikament Afinitor berichtet. Zum
Kursanstieg verhalf aber auch der defensive Charakter des Papiers./mk/uh/AWP/gr
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