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10:15 | 21.12.2017
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APA ots news: FMA begrüßt europäische Einigung, künftig auch “Virtuelle Währungen” in die Bestimmungen zur Prävention der Geldwäsche einzubeziehen

Wien (APA-ots) – Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA begrüßt die
europäische Einigung, künftig erstmals auch “Virtuelle Währungen” in
die Bestimmungen zum Kampf gegen Geldwäsche einzubeziehen.
Europäische Kommission (EK), Europäisches Parlament (EP) und
Europäischer Rat (Rat) haben im Trilog zur Novellierung der 4.
Geldwäscherichtlinie (Richtlinie (EU) 2015/849 des Europäischen
Parlaments und des Rates vom 20. Mai 2015) beschlossen, auch
Tauschbörsen für Virtuelle Währungen sowie sogenannte “Wallet
Provider”, also elektronische Geldbörsen, den Bestimmungen der
Geldwäsche-Richtlinie zu unterwerfen:

* Tauschbörsen für Virtuelle Währungen fallen dann unter den
Anwendungsbereich der Richtlinie, wenn sie den Umtausch Virtueller
Währungen gegen gesetzliche Zahlungsmittel anbieten. Der Tausch
unterschiedlicher Virtueller Währungen untereinander ist hiervon
jedoch nicht erfasst.
* “Wallet Provider”, also die Anbieter elektronischer Geldbörsen,
die die jeweiligen kryptographischen “Schlüssel” der Inhaber von
Virtuellen Währungen (“private keys”) verwalten, fallen auf jeden
Fall unter die Bestimmungen der Geldwäsche-Richtlinie.
* Darüber hinaus sind solche Anbieter künftig verpflichtet, sich
registrieren zu lassen.Zudem wird es in der Novelle zur 4.
Geldwäsche-Richtlinie auch erstmals eine gesetzliche Definition – und
damit klare Kriterien zur rechtlichen Abgrenzung – für ein “Virtuelle
Währung” in einem EU-Rechtsakt geben.

“Wir begrüßen diesen Vorstoß der europäischen Institutionen
ausdrücklich, weil sie einen wichtigen ersten Schritt in die
Regulierung und Aufsicht in den boomenden Markt der virtuellen
Finanzinstrumente und Dienstleistungen darstellen”, so der Vorstand
der FMA, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. “Das ist ein wichtiger
Schritt, damit künftig auch diese Online-Dienstleister ihre Kunden
gleich wie die Finanzhäuser gemäß der üblichen Sorgfaltspflichten
identifizieren, prüfen und die Transaktionen laufend überwachen
müssen.”

Nach Abschluss des europäischen parlamentarischen Prozesses ist
eine Umsetzungsfrist von 18 Monaten ab In-Kraft-Treten der
Abänderungs-Richtlinie vorgesehen.

Rückfragehinweis:
Finanzmarktaufsicht
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
+43/(0)1/24959-6006 oder +43/(0)676/882 49 516

Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/694/aom

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS – WWW.OTS.AT ***

OTS0046 2017-12-21/10:10


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