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Bahn will GDL neuen Grundlagentarifvertrag vorlegen – Streikdrohung

BERLIN/FRANKFURT (dpa-AFX) – Die Deutsche Bahn will an diesem Freitag der
Lokführergewerkschaft GDL einen neuen Entwurf für einen Grundlagentarifvertrag
vorlegen. Ein Konzernsprecher bestätigte am Donnerstag in Berlin eine
entsprechende Mitteilung der Gewerkschaft. Der Abschluss des
Grundlagentarifvertrages ist Voraussetzung dafür, dass der mit der GDL für die
Lokführer ausgehandelte Vertrag in Kraft tritt. Dies sollte eigentlich am 1.
März geschehen, wegen mehrerer ungeklärter Fragen auch zwischen den
Bahngewerkschaften dürfte sich der Termin aber verschieben. Die GDL hat mit
neuen Streiks gedroht, sollten die Tarifverträge nicht bis 7. März unterzeichnet
sein.

In dem Grundlagentarifvertrag soll die gegenseitige Anerkennung von
Tarifverträgen der Gewerkschaften Transnet, GDBA und GDL mit der Bahn
festgeschrieben werden. Zudem soll er Regelungen enthalten, die einerseits die
Eigenständigkeit der GDL in Tariffragen sicherstellen und andererseits
gewährleisten, dass das gesamte Tarifgefüge der Bahn keine Konflikte und
Widersprüche enthält.

Der stellvertretende GDL-Vorsitzende Claus Weselsky bekräftigte im
Westdeutschen Rundfunk: “Für uns ist absolute Deadline der 7. März.” Sollte der
Ende Januar ausgehandelte Lokführer-Tarifvertrag bis dahin nicht unterschrieben
sein, “wäre schlimmstenfalls eine Möglichkeit, dass es zum Streik kommt”.
Weselsky warf der Bahn vor, die Eigenständigkeit der Lokführergewerkschaft in
Tariffragen erneut beschneiden zu wollen. Dies werde die GDL nicht akzeptieren.
/br/DP/sb

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