8:56 | 19.02.2009
Börse Frankfurt-News: Angst vor Normabweichung ist höher als Angst vor der Krise
FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) – Sentimenterhebung zu DAX® und TecDAX®
19. Februar 2009. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Der Glaube an einen Dreifachboden
ist erloschen. Die Akteure haben sich stattdessen der allgemeinen Marktmeinung
angeschlossen und antizipieren einen Kursverfall, der weit unter das im November
2008 markierte zyklische Tief reicht. Die aktuelle Sentiment-Erhebung der Börse
Frankfurt bei 300 aktiven Investoren verzeichnet einen Zuwachs von 8 Prozent im
Bärenlager. Allerdings ist der Meinungsumschwung der Umfrageteilnehmer diesmal
kein abrupter Richtungswechsel. Die positiven Erwartungen haben sich in den
vergangenen drei Wochen sukzessive abgebaut. Gianni Hirschmüller von Cognitrend
vermutet, dass die Akteure ihre Hoffnung auf baldige Kursgewinne verwerfen weil,
da die Krise nun auch die Realwirtschaft erwischt hat. Denn sie würden sich
sonst gegen den Trend stellen.
TecDAX-Investoren befürchten das Schlimmste
Während sich die närrische Saison dem Höhepunkt nähert, zeigt die Stimmungskurve
bei den TecDAX®-Akteuren steil nach unten. In der aktuellen Befragung geben sie
sich so pessimistisch wie seit Ende August 2007 nicht mehr. Offenbar rechnen die
Investoren nun mit dem Schlimmsten, das heißt mit einem deutlichen Abgleiten
unter das bisherige Jahrestief. Das Bullencamp verliert ganze 9 Prozent seiner
Anhänger, die ausnahmslos short gegangen sind. Eigentlich bietet die jüngste
Kursentwicklung des Technologieindexes keinen Anlass zur Sorge und die
Kursverluste halten sich im Rahmen. Katrin Nink vermutet, dass sich die jungen
Bären wie ihre DAX-Kollegen dem Massenstrom angeschlossen haben.
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(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die
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