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19:57 | 01.03.2010
Börse: Klassischer Parketthandel endet 2012

FRANKFURT (dpa-AFX) – Der klassische Parketthandel an der Frankfurter
Wertpapierbörse wird am 28. März 2012 eingestellt. Das beschloss der Börsenrat
einstimmig, wie die Deutsche Börse AG am Montag mitteilte. Aktien und
Renten sollen dann komplett über das elektronische System Xetra gehandelt
werden. Schon seit Jahren laufen mehr als neunzig Prozent des Börsengeschehens
über den Computerhandel, Spöttern gilt der Handelssaal in der Frankfurter
Innenstadt nur noch als “Kulisse fürs Fernsehen”.

Äußerlich soll sich aber nicht viel ändern. Die bisherigen Skontroführer,
die Geld- und Briefkurse für von ihnen betreute Wertpapiere stellen, sollen
durch “Xetra-Spezialisten” ersetzt werden. Das Parkett werde auch künftig belebt
sein, versicherte der Börsenbetreiber: Auch für die künftigen Xetra-Spezialisten
gelte dort Präsenzpflicht.

Der Börsenrat hatte im Frühjahr 2009 mit der Prüfung begonnen, wie der
Parketthandel optimiert werden kann. Zu der am Montag veröffentlichten
Entscheidung erklärte der Vorsitzende des Börsenrates, Lutz Raettig: Mit dem
Beschluss werde gewährleistet, dass die Frankfurter Wertpapierbörse “ihre
volkswirtschaftliche Funktion als Börse auch in Zukunft unter erheblich
veränderten Marktverhältnissen optimal erfüllen kann”./jb/ck/


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