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10:23 | 09.03.2010
Deutschland: Krise treibt mögliche Forderungsausfälle 2009 auf Rekordniveau

WIESBADEN (dpa-AFX) – Die Wirtschaftskrise hat 2009 die Zahl der Konkurse
erstmals seit 2003 wieder in die Höhe getrieben und die möglichen
Forderungsausfälle auf ein Rekordniveau schnellen lassen. Wie das Statistische
Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte, traten im vergangenen Jahr
insgesamt 32.687 Unternehmen den Gang zum Amtsgericht an. Das waren 11,6 Prozent
mehr Insolvenzen als 2008. Wegen der Insolvenz einiger großer Unternehmen
schnellte die Forderungssumme von 33,5 Milliarden auf 85 Milliarden Euro kräftig
in die Höhe. Von den Konkursen waren mit 250.813 Arbeitnehmern auch gut doppelt
so viele Beschäftigte betroffen als ein Jahr zuvor.

Auch im Dezember ergab sich noch kein grundlegend freundlicheres Bild. Im
Dezember 2009 meldeten mit 2.583 Unternehmen 15,5 Prozent mehr Firmen als im
Vorjahresmonat Insolvenz beim Amtsgericht an. Bei den Verbraucherinsolvenzen
zeichnete die Behörde ein ähnliches Bild. Jedoch schlug die Krise hier nicht
ganz so stark durch wie bei den Unternehmen. Im Dezember meldeten 6,5 Prozent
mehr Verbraucher Insolvenz an als im Vorjahresmonat. Im ganzen Jahr erklärten
sich 101.102 Verbraucher zahlungsunfähig, ein Plus von drei Prozent gegenüber
dem Vorjahr./hosmen/jha/


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