16:52 | 17.02.2010
Devisen: Euro sinkt wieder unter 1,37 US-Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Euro hat am Mittwoch einen Teil seiner
starken Vortagsgewinne abgegeben und ist wieder unter die Marke von 1,37
US-Dollar gerutscht. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung
1,3670 Dollar und damit einen Cent weniger als im frühen Handel. Die Europäische
Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3726 (Dienstag:
1,3649) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7285 (0,7327) Euro.
“Der Euro wird nach wie vor von der Haushaltskrise in Griechenland
belastet”, sagte Devisenexperte Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Zwar sei
mittlerweile klar, dass Athen im Fall der Fälle auf Hilfe aus Europa hoffen
könne. “Konkrete Maßnahmen, sollten diese denn nötig werden, sind bislang aber
nicht genannt worden.” Dieser Umstand halte die Märkte in ständiger
Verunsicherung.
Amend geht davon aus, dass die Griechenland-Thematik die Märkte noch eine
ganze Weile beschäftigen und den Euro belasten wird. “Vor Mitte März, wenn die
EU eine erste Stellungnahme zu den Sparbemühungen Griechenlands abgibt, ist kaum
mit einer Erleichterung für den Euro zu rechnen.” Gleichwohl unterstrich Amend,
dass mittelfristig nicht nur die Haushaltslage in Europa von Bedeutung sei.
Vielmehr dürfte früher oder später die ebenfalls angespannte Kassenlage in den
USA auf die Agenda rücken und den Dollar unter Druck setzen.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,86900 (0,87050) britische Pfund , 124,69 (122,68)
japanische Yen und 1,4679 (1,4678) Schweizer Franken
festgelegt. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit
1.119,00 (1.115,25) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete
unverändert 26.344,35 Euro./bf/jha/he
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