16:44 | 29.07.2010
Devisen: Euro steigt zum ersten Mal seit Anfang Mai wieder über 1,31 US-Dollar
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Euro ist am Donnerstag zum ersten Mal
seit Anfang Mai wieder über 1,31 US-Dollar geklettert. Gewinnmitnahmen drückten
die Gemeinschaftswährung am Nachmittag wieder unter diese Marke, zuletzt kostete
der Euro 1,3073 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs
am Mittag noch auf 1,2992 (Dienstag: 1,3033) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar
kostete damit 0,7697 (0,7673) Euro.
Die Stimmung sei derzeit gut für den Euro, sagte Devisenexpertin You-Na Park
von der Commerzbank. Dazu beigetragen hätten auch die am Donnerstag
veröffentlichten positiven Konjunkturdaten aus der Eurozone. So hat sich die
Lage am deutschen Arbeitsmarkt weiter verbessert. Auch hat sich die
Wirtschaftsstimmung in der Eurozone überraschend deutlich aufgehellt. Aus den
USA waren hingegen zuletzt meist enttäuschende Konjunkturdaten gemeldet worden.
In den Vereinigten Staaten gibt es laut Park Sorgen um ein erneutes
Abgleiten in die Rezession, was auf dem Dollar laste. Allerdings sei die
unterschiedliche Entwicklung der Konjunkturdaten in der Eurozone und den USA
bereits im Eurokurs enthalten, so dass das Aufwärtspotential begrenzt sei.
Aufgrund der urlaubsbedingten Ruhe am Markt sei der Markt derzeit aber
schwankungsanfälliger. Kleine Zuwächse beim Euro seien noch möglich, der Markt
bleibe aber gegenüber der Gemeinschaftswährung noch ein wenig skeptisch, dies
begrenze den weiteren Anstieg des Euro.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,83670 (0,83395) britische Pfund , 113,64 (114,01)
japanische Yen und 1,3660 (1,3760) Schweizer Franken
festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit
1.162,50 (1.157,00) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.430
(28.490,00) Euro./he/edh
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