16:41 | 06.04.2010
Devisen: Euro von allen Seiten unter Druck – Unter 1,34 US-Dollar gefallen
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro ist am Dienstag unter
die Marke von 1,34 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeinschaftswährung
wurde mit 1,3374 Dollar gehandelt. Im asiatischen Handel hatte der Euro noch bei
fast 1,35 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den
Referenzkurs zuvor auf 1,3396 (Donnerstag: 1,3468) Dollar festgesetzt. Der
Dollar kostete damit 0,7465 (0,7425) Euro.
“Der Eurokurs ist von allen Seiten unter Druck geraten”, sagte Antje
Praefcke, Devisenexpertin von der Commerzbank. Zunächst hätten die über die
Osterfeiertage veröffentlichten US-Konjunkturdaten auf dem Euro gelastet. Sowohl
der US-Arbeitsmarktbericht als auch der Einkaufmanagerindex für den
Dienstleistungssektor hätten eine anhaltende Konjunkturerholung signalisiert.
“In der Eurozone hingegen ist die Schuldenkrise Griechenlands erneut in den
Fokus gerückt”, sagte Praefcke. Vor allem Gerüchte, dass wohlhabende Griechen
ihr Vermögen ins Ausland schaffen, hätten die Kurse griechischer Staatsanleihen
und den Euro belastet. Laut Presseberichten haben Griechen in den vergangenen
drei Monaten fast acht Milliarden Euro ihrer Geldeinlagen-Ersparnisse in die
Schweiz, nach Zypern und Großbritannien überwiesen. Damit wird laut Praefcke
nicht nur die Lage für die Banken unangenehm, auch der Staat selbst kommt in
Schwierigkeiten. Die griechischen Banken sind die größten Abnehmer von
griechischen Staatsanleihen.
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,88240 (0,88485) britische Pfund , 126,04 (126,28)
japanische Yen und 1,4325 (1,4179) Schweizer Franken
festgelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am
Nachmittag mit 1.132,75 (1.123,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete
27.081,20 (26.730,70) Euro./js/he
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