16:42 | 20.01.2009
Devisen: Eurokurs fällt unter 1,30 US-Dollar – Pfund deutlich unter Druck
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro ist am Dienstag deutlich
unter 1,30 US-Dollar gefallen. Die europäische Gemeischaftswährung wurde am
Nachmittag mit 1,2926 US-Dollar gehandelt. In der Nacht zum Dienstag hatte der
Euro noch bei 1,3103 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den
Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2930 (Montag: 1,3182) Dollar festgesetzt. Der
Dollar kostete damit 0,7734 (0,7586) Euro.
“Die Kursgewinne für den Dollar sind durch Stimmungen getrieben und weniger
durch wirtschaftliche Daten”, sagte Lutz Karpowitz, Devisenexperte bei der
Commerzbank. Die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten Barack Obama habe zur
verbesserten Stimmungslage beigetragen. Man hege die Hoffnung, dass der neue
Präsident vieles besser mache. Konjunkturdaten hätten kaum eine Rolle gespielt.
Deutlich unter Druck geriet das britische Pfund. Angesichts der Probleme im
britischen Bankensenktor fiel das Pfund zum Dollar auf den tiefsten Stand seit
über sieben Jahren. Der Euro stieg auf 0,9253 Pfund, nachdem er im
Vormittagshandel 0,9076 Pfund gekostet hatte. “Die derzeitige Pfund-Schwäche
spiegelt dabei die schwierige Situation der britischen Wirtschaft wider”, sagte
Karpowitz. Vor allem die hohe Abhängigkeit vom Bankensektor belaste das Pfund.
So habe die britische Regierung ein zweites Bankenrettungspaket im Umfang von
100 Milliarden Pfund verabschieden müssen.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,93110 (0,90470) britische Pfund, 116,90 (119,16) japanische Yen und
1,4807 (1,4812) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in
London mit 853,25 (833,00) Dollar gefixt./js/dr
|