16:39 | 05.03.2010
Devisen: Eurokurs kaum verändert – US-Arbeitsmarktbericht bewegt kaum
FRANKFURT (dpa-AFX) – Der Kurs des Euro hat sich am Freitag
trotz eines robusten Arbeitsmarktberichts kaum bewegt. Die Gemeinschaftswährung
wurde mit 1,3598 US-Dollar gehandelt. Bereits im frühen Handel hatte der Euro
knapp unter der Marke von 1,36 notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte
den Referenzkurs auf 1,3582 (Donnerstag: 1,3668) Dollar fest. Der Dollar kostete
damit 0,7363 (0,7316) Euro.
Der besser als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktbericht hatte den Euro
nur kurzzeitig unter Druck gebracht. “Derzeit sind die Spekulationen bereits
sehr stark gegen den Euro gerichtet. Für den Euro negative Meldungen wirken sich
daher kaum aus”, sagte Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte bei der Commerzbank.
Die Beschäftigtenzahl ist in den USA im Februar mit 36.000 weniger stark
gesunken als erwartet. Der japanische Yen geriet nach den Daten hingegen unter
Druck.
In den kommenden Tagen dürfte vor allem die Umsetzung des griechischen
Sparpakets im Fokus der Märkte stehen, erwartet Leuchtmann. So gab es auch am
Freitag Proteste und Streiks gegen die Regierungsbeschlüsse. “Die Probleme
Griechenlands werden weiterhin den Eurokurs dominieren”, sagte Leuchtmann. Die
am Donnerstag erfolgreich durchgeführte Platzierung griechischer Staatsanleihen
habe keine nachhaltig positive Auswirkung auf den Euro gehabt, da davor die
Kommentare von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet den Euro belastet hätten. Die
stärker als erwartet gestiegenen deutschen Auftragseingänge im Januar hätten am
Freitag kaum eine Rolle gespielt, da der Blick ganz auf das Griechenland-Thema
gerichtet sei.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen
Euro auf 0,90250 (0,90500) britische Pfund , 121,48 (120,86)
japanische Yen und 1,4632 (1,4632) Schweizer Franken
fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.135,00
(1.134,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.851,05
(26.805,10) Euro./js/jha/ck
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