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13:35 | 30.03.2016
DGB hält Minijobs nicht mehr für zeitgemäß

NÜRNBERG/BERLIN (dpa-AFX) – Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hält Minijobs nicht mehr für zeitgemäß. Er hat sich deshalb für ein Ende des sozialrechtlichen Sonderstatus dieser Beschäftigtengruppe ausgesprochen, wie aus einer Auswertung des Gewerkschaftsdachverbandes hervorgeht. Vor allem jüngere Frauen lehnten Minijobs als einzige berufliche Perspektive ab, heißt es in der Kurzanalyse.

“Der Gesetzgeber sollte diesem Wunsch Rechnung tragen und sich nicht nur an den Interessen der Arbeitgeber orientieren”, betonte DGB-Bundesvorstandsmitglied Annelie Buntenbach in einer Stellungnahme. Über die DGB-Kritik an den Minijobs hatte zuerst die “Saarbrücker Zeitung” (Mittwoch) berichtet.

Bundesweit hatten nach DGB-Informationen im Dezember 2015 rund 7,35 Millionen Menschen einen Minijob. 4,8 Millionen davon hatten daneben keine andere Stelle. Nach Auffassung des DGB werden Minijobberinnen und Minijobber als Beschäftigte zweiter Klasse behandelt. Sie erhalten nicht nur geringere Gehälter, häufig werden ihnen auch Arbeitnehmerrechte vorenthalten.

Der DGB beruft sich dabei auf eine Untersuchung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Die Denkfabrik der Bundesagentur für Arbeit (BA) war in einer Studie von Oktober 2015 zu dem Ergebnis gekommen, dass rund 35 Prozent der Minijobber keinen bezahlten Urlaub erhalten. Von den befragten Betrieben hätten dies 15 Prozent eingeräumt. 46 Prozent der Minijobbern werde – anders als den allermeisten regulären Vollzeitbeschäftigten – der Lohn im Krankheitsfall nicht weiter gezahlt./kts/DP/jha


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