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13:30 | 25.02.2011
DJ aktiencheck.de/RWE kurstreibende Faktoren fehlen
DJ aktiencheck.de/RWE kurstreibende Faktoren fehlen Westerburg (aktiencheck.de AG) - Der Analyst von AC Research, Sven Krupp, stuft die RWE-Aktie (ISIN DE0007037129/ WKN 703712) von "akkumulieren" auf "halten" zurück. RWE habe seine Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 präsentiert und das beste Ergebnis in der Firmengeschichte erzielt. Der Außenumsatz habe einen Anstieg um 12% auf 53,3 Mrd. Euro verzeichnet. Das betriebliche Ergebnis habe sich um 8% auf 7,7 Mrd. Euro verbessert und das nachhaltige Nettoergebnis um 6% auf 3,8 Mrd. Euro. Der Hauptversammlung solle eine Dividende von 3,50 Euro je Aktie vorgeschlagen werden. Diese Ergebnisgrößen würden leicht über der Prognose vom Februar 2010 liegen. Erfolgsfaktor Nummer eins sei die deutsche Stromerzeugung gewesen. Maßgeblich für den Anstieg seien aber auch die guten Ergebnisse der übrigen Unternehmensbereiche gewesen, die mit Ausnahme von RWE Supply & Trading das Jahr 2010 mit mindestens zweistelligen Wachstumsraten abgeschlossen hätten. Während die Zahlen für 2010 im Rahmen der Erwartungen ausgefallen sind, sorgt vor allem der Ausblick für 2011 und darüber hinaus für Ernüchterung, so die Analysten von AC Research. Für 2011 stelle die Geschäftsführung einen EBITDA-Rückgang um etwa 15% in Aussicht und das betriebliche Ergebnis, das die Abschreibungen enthalte, werde um ca. 20% nachgeben. Das nachhaltige Nettoergebnis solle sogar um ca. 30% zurückgehen. Bis 2013 rechne die Konzernführung mit schrumpfenden Gewinnen. So seien die kommenden drei Jahre von Kosten im Zusammenhang mit der Atomsteuer, mit Aufwendungen für die Förderfonds für Erneuerbare Energien sowie Nachrüstauflagen für Atomkraftwerke geprägt. Hinzu komme ein sich verschärfender Wettbewerb, der zu rückläufigen Renditen in der Stromerzeugung führen sollte. Unter anderem wolle RWE bis 2013 Asset-Verkäufe im Umfang von 8 Mrd. Euro tätigen und auch mit Gazprom (ISIN US3682872078/ WKN 903276) wolle man bestehende Gaslieferverträge nachverhandeln. Vor dem Hintergrund des eingetrübten Ausblicks drängt sich nach Meinung der Analysten von AC Research ein Investment in den Versorger, der bei einem gestrigen Schlusskurs von 49,39 Euro mit einem KGV von gut 9 angemessen bewertet erscheint, momentan nicht auf. Zwar falle für 2010 die Dividendenrendite mit aktuell rund 7% sehr üppig aus, doch halte man die Kurschancen aufgrund des mittelfristig schwachen Ergebnisausblicks für äußerst begrenzt. Zudem sei daher für die Folgejahre mit einer rückläufigen Dividendenrendite zu rechnen, auch wenn die Geschäftsführung an ihrer Ausschüttungsquote von 50% bis 60% (bezogen auf den bereinigten Nettogewinn) festhalte. Momentan würden einfach kurstreibende Faktoren fehlen, die eine höhere Einstufung rechtfertigen würden. Wohl erst im Laufe von 2012, wenn abzusehen sein sollte, dass der Konzern mit seinen Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich sei, dürfte der Titel wieder interessant werden. Daher stufen die Analysten von AC Research die RWE-Aktie vorerst auf "halten" zurück. (Analyse vom 25.02.2011) (25.02.2011/ac/a/d) (END) Dow Jones Newswires February 25, 2011 07:30 ET (12:30 GMT) |
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