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8:00 | 21.03.2011
DJ BMF: Wirtschaft gewinnt im Jahresverlauf wieder an Schwung

DJ BMF: Wirtschaft gewinnt im Jahresverlauf wieder an Schwung

BERLIN (Dow Jones)–Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Deutschland wird nach Einschätzung der Konjunkturexperten des Bundesfinanzministeriums (BMF) im Jahresverlauf 2011 wieder an Schwung gewinnen. Nachdem die Produktionstätigkeit im verarbeitenden Gewerbe zum Jahresauftakt nur verhalten ausgefallen sei, signalisierten Indikatoren, dass sich das Tempo der Produktion wieder beschleunigen dürfte, heißt es in dem am Montag veröffentlichten BMF-Monatsbericht. Der aktuelle Datenkranz stütze die bisherige Wachstumsprognose der Bundesregierung, wonach das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2011 um preisbereinigt 2,3% steigen dürfte.

Auch wenn die Exportdynamik zu Jahresbeginn spürbar abgeflacht sei, bleibe die Grundtendenz der Ausfuhren weiter leicht aufwärtsgerichtet. “Das aktuelle Indikatorenbild deutet auf anhaltende positive außenwirtschaftliche Wachstumsimpulse hin”, schreiben die BMF-Konjunkturexperten. Dabei dürfte die deutsche Exportwirtschaft deutliche Impulse von der hohen Wachstumsdynamik in den Schwellenländern erhalten.

Die Aussichten für eine weitere Verbesserung der Situation auf dem Arbeitsmarkt seien gut. Die Unternehmen erhöhten wegen der erwarteten Fortsetzung des Aufschwungs die Wochenarbeitszeiten und wollten darüber hinaus ihr Personal aufstocken. Die weiter positive Arbeitsmarktlage und Lohnsteigerungen verbesserten die Einkommenssituation der privaten Haushalte und begünstigten damit die private Konsumtätigkeit. Aktuelle Stimmungsindikatoren zeigten an, dass der private Verbrauch weiter zunehme.

Ein Risiko für die Entwicklung der Realeinkommen stellten allerdings die Preissteigerungen bei Energie dar. “Vor dem Hintergrund der Spannungen in denjenigen Ländern Nordafrikas, die teils erheblich zur weltweiten Erdölversorgung beitragen, bestehen hier erhebliche Unsicherheiten”, heißt es im BMF-Monatsbericht. Öl habe sich sowohl wegen der gestiegenen Nachfrage als Folge des globalen Aufschwungs sowie einer rückläufigen Ölförderung und der Verunsicherung wegen der Unruhen in wichtigen Förderländern verteuert. Insgesamt habe sich das Preisklima etwas eingetrübt und auch der Preisdruck auf der Verbraucherstufe zu Jahresbeginn zugenommen.

Vor dem Hintergrund der zuversichtlichen Einschätzungen zur weiteren Wirtschaftsentwicklung strebt das BMF eine niedrigere Nettokreditaufnahme an, als sie bislang mit 48,4 Mrd EUR im laufenden Jahr geplant ist. “Bei anhaltend günstiger gesamtwirtschaftlicher Entwicklung wird die Bundesregierung jedoch alles daran setzen, mit der tatsächlichen Neuverschuldung deutlich unterhalb dieses Wertes zu bleiben”, schreibt BMF-Staatssekretär Jörg Asmussen im Editorial des Monatesberichtes.

Webseite: www.bundesfinanzministerium.de

-Von Beate Preuschoff, Dow Jones Newswires, +49 (0)30 – 2888 4122,

beate.preuschoff@dowjones.com

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March 21, 2011 03:00 ET (07:00 GMT)

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