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7:49 | 04.03.2010
DJ Bundesbank und SNB pochen auf Preisstabilität – WSJ

DJ Bundesbank und SNB pochen auf Preisstabilität – WSJ

FRANKFURT (Dow Jones)–Die Präsidenten von Deutscher Bundesbank und Schweizerischer Nationalbank (SNB) haben die vom Chefökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgebrachte Idee eines höheren Inflationsziels scharf kritisiert. In einem Beitrag für “Wall Street Journal” (WSJ) schreiben Axel Weber und Philipp Hildebrand, dass es im gegenwärtigen Umfeld hoher fiskalischer Defizite und steigender Staatsschulden besonders wichtig sei, dass sich die Zentralbanken glaubwürdig auf die Bewahrung von Preisstabilität verpflichteten.

“Preisstabilität ist ein wichtiges öffentliches Gut; wichtig nicht nur für langfristiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand, sondern auch für soziale Stabilität”, heißt es in dem Artikel der beiden Währungshüter. “Die wesentliche Annahme des Argumentes für höhere Inflation ist schlicht und einfach falsch. Die Finanzkrise hat deutlich vor Augen geführt, dass der Handlungsspielraum der Geldpolitik nicht ausgeschöpft ist, wenn die kurzfristigen Zinsen nahe bei null sind.”

IWF-Chefvolkswirt Olivier Blanchard hatte vorgeschlagen, dass sich Notenbanken höhere Inflationsziele setzen sollten, um eine Wiederholung der schweren Rezession zu vermeiden. Notenbanken könnten “in normalen Zeiten” eine höhere Inflationsrate anvisieren, damit sie im Falle eines Schocks mehr Handlungsspielraum hätten. Anstatt der üblichen 2% Inflation könne eine Jahresteuerung von 4% ins Auge gefasst werden.


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March 04, 2010 01:49 ET (06:49 GMT)

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