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DJ DER AKTIONÄR Online – Tipp des Tages: DNick Holding – Turnaroundstory mit Sonderfantasie

DJ DER AKTIONÄR Online – Tipp des Tages: DNick Holding – Turnaroundstory mit Sonderfantasie


Die Unterbewertung der DNick Holding plc (WKN A0D 9R7) ist offensichtlich.
Bisher sind die Papiere unter dem Radar der breiten Anlegermasse geflogen.
Das dürfte sich in den kommenden Wochen und Monaten ändern - und der Kurs in
Richtung zweistelliger Notierungen steigen. 

Der bereits 1839 gegründete Nickel- und Kupferverarbeiter stand im Zuge der
Insolvenz der ehemaligen Mutter, VDN Vereinigte Deutsche Nickel-Werke, im
Jahr 2004 kurz vor dem Aus. Mehrere Aspekte haben dazu beigetragen, dass die
Gruppe von der Insolvenz wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt ist.
"Eine wichtige rechtliche Voraussetzung für die finanzielle Sanierung war
die Nutzung der flexibleren britischen Sanierungsgesetze mit der Gründung
der DNick Holding plc als Aktiengesellschaft englischen Rechts, unter der
alle Geschäftsaktivitäten der Gruppe effektiv gebündelt wurden", erklärt der
Vorstandsvorsitzende Dr. Götz-Peter Blumbach gegenüber dem AKTIONÄR. 

Cashflow sprudelt
Dank der meist staatlichen Auftraggeber hat die Entwicklung im Segment
Münzronden das konjunkturabhängige und damit rückläufige Geschäft mit
Nickel- und Nickellegierungen im ersten Halbjahr größtenteils kompensiert.
Im Summe ging der Umsatz der DNick Holding ging in den ersten sechs Monaten
um 28 Prozent auf 89,6 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich wurde aber
noch immer ein Überschuss von 0,44 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,68 Euro)
erwirtschaftet. Besonders beeindruckend, der Cashflow sprudelte mit 16,8
Millionen Euro nach 2,0 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2008 so kräftig,
dass die Nettoverschuldung von 21,8 Millionen Euro auf nur noch 6,9
Millionen Euro gesunken ist. Der Hauptgrund dafür liegt in der Reduzierung
des Working Capital infolge geringerer Bestände und niedriger Metallpreise. 

Gutes zweites Halbjahr erwartet
Damit ist das Unternehmen hervorragend finanziert und sieht sich im zweiten
Halbjahr bereits wieder im Aufwind. "Wir erwarten, dass im zweiten Halbjahr
die eingeleiteten Maßnahmen zur Kostenreduzierung deutliche Wirkungen zeigen
werden", so Blumbach. Eine Belebung des Marktes und eine Freigabe von
verschobenen Projekten auf der Kundenseite erwartet der Unternehmenslenker
dann zu Beginn des Geschäftsjahres 2010. Die Entwicklung in den vergangenen
Monaten stütze diese Annahme. Für das laufende Jahr lässt sich der Vorstand
dennoch nur zu einer sehr vagen Prognose hinreißen: "Trotz des äußerst
schwierigen Marktumfeldes rechnen wir für das Gesamtjahr mit einem Gewinn
vor Steuern". 

Günstige Bewertung
DER AKTIONÄR geht davon aus, dass die Holding in 2009 bei einem Umsatz von
rund 175 Millionen Euro einen Euro Gewinn je Aktie erzielen wird. Damit
würde das KGV gerade einmal bei 7 liegen. Kommt es zur erwarteten Belebung
der Wirtschaft dürfte der Gewinn in 2010 um weitere 20 Prozent steigen und
das KGV auf absolut günstige 5 fallen. 

Lukrative Tochter
Noch deutlicher wird diese Unterbewertung, wenn man den Wert der Tochter
Saxonia Eurocoin im Detail betrachtet. Branchenkenner bewerten diese Sparte
mit dem 4-fachen EBIT und kommen somit auf einen Wert von rund 34 Millionen
Euro. Damit deckt die Münzronden-Tochter fast die Marktkapitalisierung der
gesamten Holding (akt. 39 Millionen Euro) ab. Das Geschäft der
Eisen-Nickel-Sparte mit den operativen Tochtergesellschaften Deutsche Nickel
GmbH, Auerhammer Metallwerk GmbH sowie Deutsche Nickel America Inc bekommt
man gratis oben drauf. 

Warten auf attraktive Angebote
Am Markt wurde in der Vergangenheit daher immer wieder über einen Verkauf
der Saxonia Eurocoin diskutiert. Konkrete Verhandlungen stellte der Vorstand
vor zwei Jahren ein. "Im Nachhinein erweist sich die damalige Entscheidung,
an dem Unternehmen weiter festzuhalten, als absolut richtig", so Blumbach.
"Inwieweit ein Verkauf der Saxonia Eurocoin wieder auf die Agenda treten
könnte, hängt insbesondere auch davon ab, ob uns künftig attraktive Angebote
erreichen", lässt er eine Hintertür offen. Damit bleibt die in diesem
Zusammenhang ebenfalls diskutierte Sonderdividende für die Aktionäre im
Verkaufsfall weiter ein Thema. 

Weiteres Wachstum
Bis dahin wird das Management weiter alles daran setzen, den
Unternehmenswert zu steigern. "Auf der einen Seite haben wir uns zum Ziel
gesetzt, unser Produkt- und Anwendungsportfolio kontinuierlich zu erweitern
und auf diesem Wege national wie international neue Kunden- und Zielgruppen
zu gewinnen", gibt Blumbach die Richtung vor. "Auf der anderen Seite möchten
wir die weltweit starke Marktstellung auch durch externes Wachstum mittels
internationaler Kooperationen, Beteiligungen und Joint Ventures weiter
vorantreiben". 

Turnaroundstory mit Sonderfantasie
Das erfahrene Management hat die DNick Holding plc so restrukturiert und
aufgestellt, dass die Gruppe gut durch die Krise zu kommt. Das Geschäft mit
den Münzronden sorgt dank der hohen Auslastung für gewisse Sicherheit. Dank
der greifenden Kostensenkungsmaßnahmen und anziehender Konjunktur dürfte das
Eisen-Nickel-Segment spätestens Anfang 2010 zurück zu alter Stärke finden.
Der mögliche Verkauf der Saxonia Eurocoin beziehungsweise der gesamten
Holding sorgt für reichlich Sonderfantasie. Anleger nutzen die aktuelle
Korrektur zum Einstieg. Das erste Kursziel liegt bei 9,25 Euro. Im Anschluss
sollte die Aktie auf  13,50 Euro steigen. Ein Stopp bei 5,75 Euro sichert
ab. 

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(END) Dow Jones Newswires

December 04, 2009 06:27 ET (11:27 GMT)

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