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7:55 | 26.08.2011
DJ DEVISEN/Euro startet etwas fester in “Bernanke-Tag”
DJ DEVISEN/Euro startet etwas fester in “Bernanke-Tag” FRANKFURT (Dow Jones)–Der Euro startet mit leichten Wechselkursgewinnen zum Dollar in den Freitag. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,4418 USD nach 1,4379 USD im späten donnerstäglichen Geschäft in New York. Die Blicke der Marktteilnehmer sind nach Jackson Hole in Wyoming gerichtet, von wo die nächsten Impulse für den Devisenmarkt erwartet werden. Dort wird um 16.00 Uhr MESZ US-Notenbankchef Ben Bernanke seine wegen der Kursstürze an den Börsen von New York bis Tokio und der sich weltweit eintrübenden Frühindikatoren seit Wochen mit Spannung erwarteten Rede zur Lage der weltgrößten Volkswirtschaft halten. Angesichts der anziehenden Lebenshaltungskosten rechnen aber nur wenige Ökonomen damit, dass Bernanke eine dritte Runde quantitativer Lockerungen ankündigen wird. Im Rahmen des “QE2″ getauften zweiten Programms kaufte die US-Notenbank bis Ende Juni Staatsanleihen und andere Schuldtitel in einem Volumen von 600 Mrd USD, um damit die Konjunktur zu stimulieren, vor allem aber eine Deflation zu vermeiden. Eine Mehrheit der Volkswirte geht davon aus, dass Bernanke lediglich eine vorübergehende Schwächephase der US-Ökonomie konstatieren und den Kapitalmärkten die Instrumente präsentieren wird, die er im Fall einer abermaligen Verschlechterung einzusetzen bereit ist. Sollte der US-Notenbankchef jedoch konkrete Maßnahmen in Aussicht stellen, halten die meisten Volkswirte eine Restrukturierung des Bond-Portfolios der US-Notenbank für wahrscheinlich. Andere Ökonomen rechnen mit der Ankündigung einer Zinsobergrenze oder Strafzinsen auf Einlagen der Kreditinstitute bei der US-Notenbank. Den Wunsch der Kapitalmärkte nach einem abermaligen Anwerfen der Notenpresse dürfte Bernanke aber nicht erfüllen. Mit Blick auf den Wechselkurs des Pfund Sterling dürfte die zweite Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im zweiten Quartal spannend werden. Marktteilnehmer erwarten, dass die erste Veröffentlichung eines Anstiegs um 0,2% gegenüber dem vorangegangenen Vierteljahr bestätigt werden wird. Sollte die Entwicklung der Wirtschaftsleistung allerdings deutlich nach unten korrigiert werden, würde dies die bereits schwelende Spekulationen neu befeuern, dass die Bank of England das Volumen ihres Programms für den Kauf von Staatsanleihen ausweiten wird. Wegen der damit verbundenen Inflationsgefahren würde dies das Pfund wohl belasten. Noch bevor Bernanke in Jackson Hole das Wort ergreifen wird, steht auch aus den USA die zweite Veröffentlichung des BIP im zweiten Quartal auf der Agenda. Hier lautet der Ökonomenkonsens auf eine Abwärtsrevision auf ein annualisiertes Plus von 1,0% gegenüber den vorangegangenen drei Monaten. Die erste Veröffentlichung lautete noch auf einen Anstieg um 1,3%. Schließlich steht das Ergebnis der zweiten Umfrage der Universität Michigan zu Stimmung der US-Verbraucher im August auf der Agenda. Volkswirte rechnen mit 56,0 Punkten nach 54,9 Punkten in der ersten Veröffentlichung. Die Feinunze Gold kostet am Freitagmorgen 1.773,95 USD nach einem donnerstäglichen Londoner Nachmittag-Fixing von 1.729 USD.
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Europa New York Europa
(Fr., 7.47) (Do., Späthandel) (Do., 17.08)
EUR/USD 1,4418 1,4379 1,4348
USD/JPY 77,23 77,46 77,41
EUR/JPY 111,35 111,40 111,08
EUR/GBP 0,8837 --- 0,8819
EUR/CHF 1,1420 --- 1,1416
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DJG/jej/gos
(END) Dow Jones Newswires August 26, 2011 01:55 ET (05:55 GMT) Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc. |
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