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18:01 | 14.08.2008
DJ EZB/Weber: Ende der Finanzmarktturbulenzen nicht in Sicht
DJ EZB/Weber: Ende der Finanzmarktturbulenzen nicht in Sicht FRANKFURT (Dow Jones)–Auch ein Jahr nach dem Ausbruch der Kreditkrise sieht Bundesbankpräsident Axel Weber noch kein Ende der Marktturbulenzen. “Wir beobachten anhaltende Verspannungen auf verschiedenen Marktsegmenten”, sagte Weber laut Redetext am Donnerstag bei einem Vortrag an der Fachhochschule der Deutschen Bundesbank in Hachenburg. Auf dem US-Häusermarkt seien die Preise weiter im Rückwärtsgang und der Angebotsüberhang bleibe sehr hoch. Zudem fielen die Ausfallraten bei den Hypotheken. Eine Bodenbildung auf dem Immobilienmarkt sei aber Voraussetzung für eine Normalisierung der Hypothekenmärkte. “Unklar ist, inwieweit noch weitere Finanzmarktsegmente betroffen sein können”, erklärte Weber, der auch Ratsmitglied der Europäischen Zentralbank (EZB) ist. Grund zur Sorge seien etwa die steigenden Ausfallraten bei US-Konsumenten- und Studentenkrediten. Die Lage auf den Geldmärkten werde sich erst mit einem wachsenden gegenseitigen Vertrauen der Marktteilnehmer wieder nachhaltig beruhigen. Weber warnte außerdem vor wachsenden Inflationsgefahren: “Weltweit sind aufgrund der starken Rohstoffpreisanstiege die Inflationsrisiken stark gestiegen.” Selbst bei einem dauerhaftem Rückgang bei den Rohstoffpreisen sei nur mit einem langsamen Sinken der Inflationsraten zu rechnen. Einer Entankerung der mittelfristigen Inflationserwartungen müsse deshalb vorgebeugt werden. “Es bestehen weiterhin hohe Risiken für die Preisstabilität, die es erforderlich machen, die kommenden Entwicklungen sehr genau zu beobachten”, betonte Weber. DJG/apo (END) Dow Jones Newswires August 14, 2008 12:01 ET (16:01 GMT) Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc. |
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