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16:23 | 04.10.2010
DJ fair-news.de/Franz Müntefering trifft Soester Karrieretag-Team im Bundestag

DJ fair-news.de/Franz Müntefering trifft Soester Karrieretag-Team im Bundestag


Zukunftsorientiertes Gespräch mit dem Schirmherren des
Karrieretag 2011 

Der ehemalige Vizekanzler und Arbeitsmarktpolitiker Franz
Müntefering hatte nach Berlin eingeladen und begrüßte am
Donnerstag eine Gruppe von Studenten und Professoren des Campus
Soest der FH Südwestfalen im Bundestag. Müntefering stammt
selber aus der Region Südwestfalen und hatte daher gerne die
Schirmherrschaft über den Soester Karrieretag 2011 übernommen:
Eine Veranstaltung, die - wie er sich ausdrückte - die ?ideale
Gelegenheit? bietet, sich einen breiten Überblick über das
Arbeitsmarktangebot zu verschaffen. 

Im Vorfeld informierte er sich daher - knapp ein halbes Jahr vor
diesem großen Recruiting Event fürs Ingenieurwesen im März
2011 - in diesem Gespräch aus erster Hand über den Karrieretag,
aktuelle Entwicklungen und Zukunftsperspektiven für die
Fachhochschule und die Absolventen in der Region Südwestfalen. 

Für die Soester war diese Einladung natürlich eine ideale
Gelegenheit, sich mit dem Bundestagesabgeordneten Franz
Müntefering über die Einschätzung der Politik zu ihren eigenen
Zukunftschancen auszutauschen, aber auch ihre eigene Meinung und
ihre Wünsche an die Politik im Bundestag darzulegen. 

Soester Studenten nach Berlin: Früher Start zur Tagestour über
1.000 km 

Daher waren eine Gruppe Studierender und zwei Professoren
kurzerhand früh am Morgen um 6:30 Uhr vom Campus Soest nach
Berlin aufgebrochen: Die acht jungen Leute hatten sich bei der
Organisation des Soester Karrieretages besonders engagiert, und
waren auch durch ihre Mitarbeit in Gremien wie AStA und
Fachschaft die effektive Kooperation mit Frau Prof. Dr.-Ing. Anne
Schulz-Beenken (Dekanin des Fachbereichs Maschinenbau Soest) und
Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer (Leiter des Karrieretages Soest
der FH SWF) gewohnt. 

Der Gastgeber hat selber eine Ausbildung als Industriekaufmann
im Metallbereich absolviert, zeigte sich daher kompetent in
technischen Fragen: So betonte auf der Basis seiner Kenntnisse
nochmals die hohe Bedeutung eines praxisnahen Studiums im Lichte
der Anforderungen einer modernen Wissensgesellschaft. 

Grade hier konnten die Soester Studierenden natürlich glänzen,
waren sie doch teilweise gerade aus dem Ausland zurückgekommen:
Die Erfahrungen reichten von der Inbetriebnahme eines
Gaskraftwerkes in Syrien bei Dennis Herrmann bis zum Aufbau einer
elektrischen Großschaltanlage in Quatar bei Sebastian Korting. 

Aber es ging in der Diskussion auch um die finanziellen Nöte
und Sorgen vieler Studierenden: Auf dem Campus Soest gibt es zwar
ein dichtes Netz von industriellen Stipendiengebern. Da aber
nicht alle Studierenden in diese finanzielle Unterstützung
eingeschlossen sein können, betonte Müntefering Wichtigkeit der
baldigen Umsetzung der immer wieder herausgeschobenen
BaföG-Reform. Damit er auf die breite Zustimmung der Delegation
aus Soest, denn - so die Fachschaftsmitglieder Michael Klenke und
Dominik Meier - die akuten Geldnöte vieler Studierender
verzögern oft den Abschluss des Studiums durch den Zwang zum
intensive Jobben nebenbei. Und besonders Julika Stephan,
Vetreterin des AStA in Soest in der Delegation, konnte durch ihre
Erfahrungen als erfolgreich studierende Mutter mit Kind auf die
Dringlichkeit der Reform mit selbst erlebten Praxisbeispielen
hinweisen. 

Gerade im Berufsfeld Engineering:
Demographischer Wandel fordert deutlich mehr Studierende 

Und dass noch deutlich mehr junge Leute ein Studium anfangen und
dann auch möglichst zügig absolvieren, sei - so Müntefering -
gerade aufgrund des demographischen Wandels zwingend
erforderlich: Aus der in Zukunft stark zurückgehenden Zahl
junger Leute müssen ganz deutlich mehr für eine qualifizierte
Hochschul-Ausbildung gewonnen werden. Und das erfordert die
gezielte Förderung von jungen Menschen, da sie weiter von
essentieller Bedeutung für die Zukunft des Industriestandortes
Deutschland ist. Und den Soester Studierenden gratulierte zu
einer Ausbildung auf dem schönen Campus Soest im besonders
zukunftsträchtigen Gebiet ?Ingenieurwesen?, um das sich auch
der nächste Karrieretag wieder schwerpunktmäßig aufstellen
wird. 

Zum Ende des Gesprächs nahm Herrn Müntefering ausführlichere
Unterlagen über den Soester Engineering-Karrieretag und die FH
Südwestfalen von Prof. Dr. Spörer entgegen, und dankte den
Gruppenteilnehmern - stellvertretend für alle am Karrieretag
Beteiligten - für ihr so wichtiges Engagement auf dem
Arbeitsmarkt. 

Nach dem Gespräch nutzten die Soester Gruppenteilnehmer die
knappe verbliebene Zeit erst zu einem gemeinsamen Aufstieg auf
die Glaskuppel des Bundestages und genossen den herrlichen Blick
über das sonnige Berlin. Nach dem Brandenburger Tor war die
beeindruckende Gedenkstätte für die Opfer des Holocaust, gleich
südlich der amerikanischen Botschaft, das Ziel. 

Und dass die ganze Tour letztendlich unfallfrei ausging, lag nur
daran, dass Fabian Kieke im Promi-Cafe ?Einstein? schnell den
Fuß vor dem heranrollenden Kinderwagen der frisch Mutter
gewordenen Barbara Schöneberger wegzog - und von ihr deshalb
auch prompt freundlich angelächelt wurde. Und das war dann auch
das Aufbruchssignal für die Rückfahrt: Ab Berlin Hauptbahnhof
ging's nach erlebnisreichen Stunden in Berlin am gleichen Tag
noch zurück zum Soester Hauptbahnhof. 

Franz Müntefering und die Ingenieure aus Soest nach ihrem
Gespräch im Bundestag in Berlin. V.l.: Michael Klenke, Fabian
Spörer, Karrieretag-Leiter Prof. Dr.-Ing. Reinhard Spörer,
Maschinenbau-Dekanin Prof. Dr.-Ing. Anne Schulz-Beenken, MdB
Franz Müntefering, Fabian Kieke, Manuel Hupertz, Dominik Meier,
Julika Stephan und Dennis Herrmann. Nicht auf diesem Bild: Der
Fotograf aus der Gruppe, Sebastian Korting. 

Link zum hochaufgelösten Bild:
http://vsi.fh-swf.de/karrieretag/2011/Muentefering/P1000920.JPG 

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(END) Dow Jones Newswires

October 04, 2010 10:23 ET (14:23 GMT)


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