AGENTURMELDUNGEN

15:45 | 28.02.2008
DJ ne-na.de/Vorlese-Rituale sind wichtig für die Entwicklung der Kinder – Warum Lesen in den Familien wieder einen höheren Stellenwert haben muss

DJ ne-na.de/Vorlese-Rituale sind wichtig für die Entwicklung der Kinder – Warum Lesen in den Familien wieder einen höheren Stellenwert haben muss


ne*na.de/Vorlese-Rituale sind wichtig für die Entwicklung der Kinder - Warum
Lesen in den Familien wieder einen höheren Stellenwert haben muss 

Heidelberg, 28. Februar 2008 * Die Lesekultur hat sich stark gewandelt. In
früheren Zeiten griffen die Leute abends gern zu einer Zeitung, Zeitschrift
oder einem Buch, weil sie sich davon Genuss, Belehrung und Entspannung
versprachen. Außerdem gab es noch keine anderen Medien wie Radio, Fernsehen,
DVD, Computer etc. Lesen bedeutet neben Freude auch immer Anstrengung, die
nicht mehr alle Menschen auf sich nehmen wollen. Deutlich wird dieser Trend
zum Beispiel darin, dass immer mehr ,,Bücher zum Film" erscheinen. Für den
Konsum einer Tolstoi* oder Jane Austen-Verfilmung muss man eben nur zwei
oder drei Stunden investieren, während die Lektüre dicker Schmöker mehr Zeit
in Anspruch nimmt. 

,,Diese Entwicklung ist aus mehreren Gründen problematisch. In erster Linie
bedeutet Lesen natürlich Genuss. Es macht einfach Freude, sich in spannende,
lustige oder auch ernste Welten flüchten zu können. Doch Lesen ist auch eine
bedeutende Kulturtechnik. Wem in den ersten Lebensjahren viel und regelmäßig
vorgelesen wird, der entwickelt eine größere Kommunikationsfähigkeit als
diejenigen, die ohne eine Gute*Nacht-Geschichte ins Bett geschickt werden.
Auch für den schulischen und beruflichen Erfolg stellt Lesen als
Bildungsfaktor eine Schlüsselqualifikation dar", erläutert
Unternehmenssprecher Thomas Fichtl von der Heidelberger Druckmaschinen AG
http://www.heidelberg.com. Der weltweit führende Hersteller von
Bogenoffset*Druckmaschinen, der ein breitgefächertes Portfolio an Lösungen
für die Printmedien*Industrie bereit hält, gehört zu dem Initiatorenkreis
von Projekten der Stiftung Lesen http://www.stiftunglesen.de, zu dem auch
Amazon.de, die Bertelsmann AG, die drupa*Messe Düsseldorf, die Frankfurter
Buchmesse, Gruner + Jahr und andere renommierte Unternehmen und
Institutionen gehören. 

Eine bundesweite Studie zum Vorlese*Alltag aus dem Jahr 2007 belegt, dass es
in puncto Leseförderung viel zu tun gibt. Die letzte ausführliche
Untersuchung zum Thema ,,Familie und Lesen" wurde im Jahr 1988 durchgeführt.
Das ,,Erziehungsziel Lesefreude" stand damals bei den Befragten nur auf Rang
16 von 20 Erziehungszielen. Im Jahr 2002 ergab eine Zeitbudget*Analyse des
Statistischen Bundesamtes http://www.destatis.de, dass zwei von drei Eltern
ihren Kindern nicht vorlesen. Die repräsentative Befragung aus dem Vorjahr
ergab, dass das ,,beste Vorlesealter" oft ungenutzt verstreicht. 42 Prozent
der Eltern von Kindern unter zehn Jahren lesen nur unregelmäßig vor oder gar
nicht, fast ein Fünftel liest überhaupt nicht vor, berichtet das Portal von
Bund und Ländern zur außerschulischen Leseförderung ,,Lesen in Deutschland"
http://www.lesen*in-deutschland.de. 

Vorlese*Rituale, so die Initiative, seien jedoch nach Meinung von Experten
bereits in dieser Entwicklungsstufe essenziell für den Spracherwerb, für das
Begreifen der Welt und für die emotionale Entwicklung. Ein besonders
Augenmerk muss auf die Situation in den Familien mit Migrationshintergrund
gelegt werden, da immerhin 80 Prozent der Eltern mit türkischem Wurzeln
ihren Kindern nicht regelmäßig vorlesen. Weitere Befunde der Studie: Bei
Schuleintritt der Kinder ist ein Vorleserückgang anstelle des
wünschenswerten Anstiegs zu beobachten. Außerdem hängt die Vorlesepraxis
stark von der sozialen Schicht ab. Wer über eine höhere Schulbildung, mehr
Einkommen und einen qualifizierten Beruf verfügt, der liest auch in der
Regel stärker vor. 

Zudem belegt die Studie, dass Mütter der entscheidende Faktor für die
Lesesozialisition sind. Wie das konkret aussehen kann, erläutert die
dreifache Mutter Marie Theres Kroetz*Relin http://www.marie-theres.com, die
sich als Journalistin und Autorin sowie als Macherin des Internetportals
Hausfrauenrevolution http://www.hausfrauenrevolution.com seit Jahren um die
Verbesserung der Situation von Müttern kümmert. ,,Ich habe meine Kinder zehn
Jahre ohne Fernseher groß gezogen. Ein wahrer Luxus! Dadurch wurde in
unserem Haus viel gelesen und meine Kinder verschlingen heute noch Bücher."
Allerdings sei ein solcher ,,Luxus" nicht immer leicht zu haben: ,,Aber einer
Mutter, der das Wasser bis zum Hals steht und die ums eigene Überleben
kämpfen muss, kann abends nicht auch noch eine Stunde Erich Kästner
vorlesen. Der Fernseher mutiert zum Babysitter NR. 1. Aber: Lesen fördert
das selbständige Denken, den inneren Reichtum und obendrein die
Herzensbildung. Unsere verknöcherte Schultradition und die Einförmigkeit der
Schuldressur, plus die Medien und Unterhaltungsgeräte aller Art, kastrieren
die geistige Weiterentwicklung unser Kinder und killen jede Kreativität." 

So viel ist klar: Eltern, Erzieherinnen und Lehrer haben eine hohe
Verantwortung für die Stärkung der Lesefreude und *kompetenz bei den
Kleinen. ,,Kindern, denen nicht regelmäßig vorgelesen wird, werden
Bildungschancen vorenthalten", sagt etwa Ralf Klein*Bölting,
Generalbevollmächtigter Konzernmarketing der Deutschen Bahn AG
http://www.bahn.de. Das Unternehmen ist seit 12 Jahren Partner der Stiftung
Lesen. Mit der bundesweiten Kampagne ,,Lesestart", die am 29. Mai 2008
beginnt, will man nach dem Vorbild des britischen Projekts ,,bookstart"
http://www.bookstart.co.uk die Leseförderung in Deutschland weiter
verstärkt. Ab dem Sommer dieses Jahres erhalten im Laufe von zwei Jahren
500.000 einjährige Kinder und ihre Eltern die kostenlosen
Lesestart*Materialien bei den Kinderärzten im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung U6. Zu dem Set gehören unter anderem ein Ravensburger
Bilderbuch, ein Vorlese*Ratgeber für die Eltern, eine Buchtipp-Broschüre der
Zeitschrift Eltern, ein Poster und ein kleines Mitmach*Tagebuch, in dem die
Lese* und Sprachentwicklung des Kindes festgehalten werden kann. 

Möglich ist das nur durch die finanzielle Unterstützung der Initiatoren.
,,Eltern wissen, wie viel Spaß es machen kann, dem eigenen Nachwuchs eine
Geschichte oder ein Märchen vorzulesen. Außerdem gehört dies auch zu unserer
gesellschaftlichen Verantwortung als Unternehmen", so Fichtl.
,,Selbstverständlich haben die Unternehmen der Druck* und Papierbranchen
sowie Verlage ein vitales Interesse an einem solchen Projekt. Wir wollen
schon den Kindern verständlich machen, dass nicht nur elektronische Medien
interessant und spannend sind, sondern dass man auch an Gedrucktem sehr viel
Freude haben kann. Schließlich ist das Lesen eine sehr alte Kulturtechnik,
die sich über viele Jahrhunderte bewährt hat und maßgeblich zur Bildung und
damit zu unserer Zukunft beiträgt." 

Eine Meldung vom Medienbüro Sohn. Für den Inhalt ist das Medienbüro Sohn
verantwortlich. 

(END) Dow Jones Newswires

February 28, 2008 10:45 ET (15:45 GMT)


Weitere Meldungen
15.02.2012 Business Wire News: CareZone bietet Familien einen sicheren Ort, um Kinder, Eltern und andere Angehörige zu pflegen
14.07.2009 DJ Und Gott würfelt doch! Warum Politiker, Manager und Wissenschaftler Probleme mit dem Chaos haben – Entscheider sollten Schumpeter und nicht Keynes lesen
18.03.2009 DJ ne-na.de/Haben die Deutschen keine Lust mehr auf Krise? Warum Stoiker und Merkel gute Krisenmanager sind

 

NEWSLETTER

Abonnieren Sie jetzt unseren
aktuellen Newsletter

WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN

21:03 Uhr | 23.05.2012
Haniel als Metro-Aufsichtsratschef ...


19:49 Uhr | 23.05.2012
Verschobene Flughafen-Eröffnung ...


18:59 Uhr | 23.05.2012
Möglicherweise weitere Probleme ...


17:30 Uhr | 23.05.2012
Liqui-Moly-Geschäftsführer nach ...


17:10 Uhr | 23.05.2012
Ramsauer schließt Abschaffung der ...