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9:49 | 02.08.2011
DJ UPDATE: Deutsche Post sieht 2011 jetzt optimistischer

DJ UPDATE: Deutsche Post sieht 2011 jetzt optimistischer

(NEU: Vorstand im vierten Absatz, Markt im ersten und letzten Absatz)

 
Von Kirsten Bienk 
DOW JONES NEWSWIRES 
 

BONN (Dow Jones)–Die Deutsche Post AG hat auch im zweiten Quartal von der konjunkturellen Erholung und ihrer Restrukturierung profitiert und Umsatz sowie Gewinn erhöht. Da der Anstieg stärker als erwartet ausfiel, zeigte sich der Logistikkonzern am Dienstag für das Gesamtjahr zuversichtlicher als bisher: Er will nun das obere Ende seiner EBIT-Prognose von 2,2 Mrd bis 2,4 Mrd EUR erreichen. Alle anderen Planzahlen bekräftigte der Vorstand bei der Vorlage der Quartalszahlen. Den Marktteilnehmern gefielen Zahlen und Ausblick. Bis 9.40 Uhr stieg der Aktienkurs trotz des schwachen Börsenumfeldes um 0,7% auf 12,10 EUR.

2011 rechnet das im DAX gelistete Unternehmen in seiner Briefsparte weiterhin mit einem EBIT zwischen 1,0 Mrd und 1,1 Mrd EUR. Die DHL-Bereiche sollen zusammen 1,6 Mrd bis 1,7 Mrd EUR liefern. Analog zum Anstieg des operativen Ergebnisses sieht die Post auch den um die Postbank-Transaktion bereinigten Nettogewinn über Vorjahr.

Einen Beitrag zum Erreichen der Ziele leistete das zweite Quartal. Der Umsatz stieg zwar aufgrund von Desinvestitionen und Währungseinflüssen nur um 0,3% auf 12,8 Mrd EUR. Bereinigt um diese Effekte legten die Einnahmen aber aufgrund eines deutlichen Wachstums bei DHL und im deutschen Paketgeschäft knapp 6% zu. Während die Logistiksparte vom anhaltenden Wachstum der Weltwirtschaft und ihrer guten Marktposition in den globalen Wachstumsregionen und speziell in Asien profitierte, trieb der dynamisch wachsende Internethandel das Paketgeschäft in Deutschland weiter nach oben.

Das operative Ergebnis verbesserte sich überproportional. Margenverbesserungen in allen DHL-Geschäftsfeldern führten zu einer Verdopplung des EBIT auf 562 Mio EUR und zu einer Verdreifachung des Nettogewinn auf 278 Mio EUR. “Das zeigt, dass sich die Maßnahmen der vergangenen Jahre immer mehr auszahlen”, sagte Finanzvorstand Larry Rosen mit Blick auf wegfallende Restrukturierungskosten und erreichte Effizienzsteigerungen.

Negativ auf den Nettogewinn wirkte sich der noch nicht abgeschlossene Verkauf der Postbank aus. Es entstanden hier Aufwendungen von 77 (22) Mio EUR vor allem aus der Bewertung von Finanzinstrumenten, mit denen die Transaktion vollzogen wurde.

Den Löwenanteil zum operativen Gewinn trugen erwartungsgemäß die DHL-Sparten bei, während der Briefbereich beim EBIT einen Rückgang um knapp 25% hinnehmen musste. Das Minus spiegelt die hohen Investitionen in den E-Postbrief und die Rabatte wider, die die Post ihren Großkunden wegen einer veränderten Mehrwertsteuerregelung eingeräumt hatte.

Jochen Rothenbacher von equinet bezeichnete die Zahlen als “ordentlich” und die Konkretisierung des Ausblicks in einem Umfeld sich abschwächender Wachstumsraten als “positiv”.

 - Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, 
+49 (0) 40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com, 
DJG/kib/jhe 
 

(END) Dow Jones Newswires

August 02, 2011 03:49 ET (07:49 GMT)

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