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21:14 | 15.05.2008
DJ UPDATE: Finanzkrise trotz Entspannungstendenz nicht ausgestanden
DJ UPDATE: Finanzkrise trotz Entspannungstendenz nicht ausgestanden (zusammenfassende Berichterstattung) FRANKFURT (Dow Jones)–An den Finanzmärkten gibt es nach Aussage einiger Mitglieder der Europäischen Zentralbank (EZB) vom Donnerstag erste Anzeichen einer Entspannung. Allerdings warnten die EZB-Mitglieder – darunter Direktoriumsmitglied Lorenzo Bini Smaghi, Vizepräsident Lucas Papademos und Bundesbankpräsident Axel Weber – einhellig davor, dass die Finanzkrise noch immer nicht ausgestanden sei. Die gegenwärtig schwierige Phase für die Weltwirtschaft und an den Finanzmärkten wird nach Einschätzung des EZB-Direktoriumsmitglied länger andauern als von den meisten Beobachtern erwartet. Erstens werde es eine Weile brauchen, um das Vertrauen an den Märkten wieder herzustellen, und zweitens seien die Ursachen der Krise strukturell bedingt, sagte Bini Smaghi in Florenz. Außerdem dürfte das Wachstum in den USA über mehrere Jahre schwächer ausfallen und somit die Weltwirtschaft belasten. Auch der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Lucas Papademos, rechnet mit längeren Nachwehen der jüngsten Krise, er machte aber auch erste Anzeichen für ein Entspannung an den Finanzmärkten aus. “Es gibt an ein paar Märkten einige Anzeichen für nachlassende Spannungen”, sagte Papademos in Brüssel und fügte hinzu: “Die Verspannungen werden uns aber wohl noch einige Zeit begleiten”. Die vollständigen Auswirkungen der Turbulenzen an den Finanzmärkten, die im vergangenen Jahr von den Problemen am US-Markt für Subprime-Hypotheken ausgegangen waren, dürften erst in den kommenden Monaten voll zum Tragen kommen, merkte Papademos an. Diese Ansicht scheint auch der EZB-Präsident Jean Claude Trichet zu teilen. Er sagte bei einer Rede in Wien: “Wir haben immer noch keinen vollen Überblick über die Folgen der Krise”. Auch Bundesbankpräsident und EZB-Ratsmitglied Axel Weber hat in den vergangenen Wochen Entspannungstendenzen an den Finanzmärkten ausgemacht, wie die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” (FAZ) vorab aus ihrer Freitagausgabe berichtete. So seien beispielsweise die Risikoprämien wieder geringer geworden. Er betonte jedoch: “Es ist aber noch zu früh, um ein Ende der Finanzmarktkrise auszurufen”. DJG/DJN/kth (END) Dow Jones Newswires May 15, 2008 15:14 ET (19:14 GMT) Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc. |
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