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9:05 | 11.03.2010
DJ UPDATE: K+S sieht 2010 deutlich anziehende Düngemittelnachfrage

DJ UPDATE: K+S sieht 2010 deutlich anziehende Düngemittelnachfrage

   (NEU. Weitere Aussagen des Unternehmens, Händlerstimme) 

   Von Heide Oberhauser-Aslan
   DOW JONES NEWSWIRES 

FRANKFURT (Dow Jones)–Der Düngemittel- und Salzanbieter K+S hat sich nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Viertquartalszahlen optimistisch für 2010 gezeigt. Das Unternehmen erwartet nach Angaben vom Donnerstag einen deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes und des operativen Ergebnisses EBIT I. Auch rechnet der Kasseler Konzern mit einer wieder ansteigenden Düngemittelnachfrage, insbesondere bei Kali.

“Mittlerweile mehren sich die Anzeichen für eine Normalisierung der Düngemittelnachfrage”, erklärte Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner. Im Salzgeschäft werde K+S erneut von einer insgesamt guten Auftausalznachfrage und der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung des zugekauften US-Salzanbieters Morton Salt profitieren.

Den Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte schätzt der Konzern für 2010 auf knapp 6 Mio Tonnen, nach 4,3 Mio Tonnen im Jahr 2009. Die Durchschnittspreise werden jedoch deutlich niedriger erwartet als im Vorjahr. Den Weltkaliabsatz prognostiziert das Unternehmen für 2010 auf rund 45 Mio Tonnen, nach rund 30 Mio Tonnen im Vorjahr. Für 2011 sagt K+S einen Weltkaliabsatz von 55 Mio Tonnen voraus. Das wäre nahezu das Absatzniveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise.

Wegen stark rückläufiger Erträge im Düngemittelgeschäft musste der DAX-Konzern für 2009 einen deutlichen Ergebnisrückgang sowohl auf operativer Basis (EBIT I) als auch beim Konzernergebnis nach Steuern hinnehmen. Hinzu kamen kräftige Umsatzeinbußen. Das starke Auftausalzgeschäft und die erstmalige Einbeziehung von Morton Salt in den Konzernabschluss ab dem vierten Quartal konnten die Einbußen im Düngemittelgeschäft nicht kompensieren. Die Zahlen fielen allerdings etwas besser aus als von Dow Jones Newswires befragte Analysten im Mittel erwartet hatten.

So sank das operative Ergebnis EBIT I im Gesamtjahr 2009 auf 238 Mio von 1,3 Mrd EUR im Vorjahr. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang auf 228 Mio EUR gerechnet. Das Konzernergebnis nach Steuern ging 2009 auf 96,4 Mio von 871 Mio EUR zurück; geschätzt waren hier 84 Mio EUR. Der Umsatz brach auf knapp 3,6 Mrd von 4,8 Mrd EUR ein.

Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war 2009 mit einem Anteil von knapp 40% am Konzernumsatz die größte Sparte, die Bereiche Düngemittel und Salz steuerten jeweils rund 28% zu den Konzernerlösen bei.

Vor dem Hintergrund der schwachen Jahreszahlen soll die Dividende auf 0,20 EUR je Aktie gekürzt werden und damit kräftiger als von Analysten erwartet. Für das Rekordjahr 2008 waren noch 2,40 EUR je Anteilsschein gezahlt worden.

Im vierten Quartal fielen das operative EBIT I und das Ergebnis nach Steuern deutlich unter das Vorjahresniveau allerdings weniger stark als von Analysten befürchtet. Das EBIT I ging auf 36,5 Mio EUR zurück von 288 Mio EUR im Schlussquartal 2008, von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit 26 Mio EUR gerechnet.

Das Ergebnis nach Steuern rutschte auf 15,6 Mio EUR nach 226 Mio EUR im Vorjahr, geschätzt wurden 4 Mio EUR. Der Umsatz legte im Schlussquartal dank der erstmaligen Konsolidierung von Morton Salt um 11,1% auf 1,061 Mrd EUR zu, geschätzt worden waren im Mittel 986 Mio EUR. Die Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel konnten das Umsatz- und Ergebnisniveau des vierten Quartals 2008 nicht erreichen.

Bei dem für 2010 angepeilten Wachstum von Umsatz und operativem Ergebnis wird K+S hauptsächlich vom US-Salzanbieter Morton Salt profitieren, der erstmalig ganzjährig bilanziert wird. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte werde dagegen nur mit einem leichten Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr gerechnet. Für Stickstoffdüngemittel erwartet der Konzern immerhin eine “spürbare” Umsatzsteigerung. Das bereinigte Konzernergebnis soll 2010 ebenfalls deutlich höher ausfallen.

Mit “wie erwartet” stuften Frankfurter Aktienhändler Zahlen und Ausblick ein. Negativ falle lediglich überraschend niedrige Dividendenvorschlag auf. “Bei K+S steht die Ausschüttung aber nicht im Fokus”, sagte ein Marktteilnehmer. Allerdings sei die Aktie bereits in den vergangenen Tagen gut gelaufen, was Kursgewinne begrenzen dürfte. Widerstand bei 47,70 EUR, Unterstützung um 46 EUR.


   Webseite: www.k-plus-s.com 

   -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires;
   +49 (0)69 - 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com
   DJG/hoa/rio
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March 11, 2010 03:05 ET (08:05 GMT)

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