AGENTURMELDUNGEN |
|---|
13:27 | 11.03.2010
DJ UPDATE2 : K+S sieht 2010 deutlich anziehende Düngemittelnachfrage
DJ UPDATE2 : K+S sieht 2010 deutlich anziehende Düngemittelnachfrage (NEU: Weitere Aussagen von der Pressekonferenz, Analystenstimme, Aktienkurs) Von Heide Oberhauser-Aslan DOW JONES NEWSWIRES FRANKFURT (Dow Jones)–Der Düngemittel- und Salzanbieter K+S hat sich nach etwas besser als erwartet ausgefallenen Viertquartalszahlen optimistisch für 2010 gezeigt. Das Unternehmen erwartet nach Angaben vom Donnerstag einen deutlichen Anstieg des Konzernumsatzes und des operativen Ergebnisses EBIT I. Auch rechnet der Kasseler Konzern mit einer wieder ansteigenden Düngemittelnachfrage, insbesondere bei Kali, allerdings zu deutlich niedrigeren Durchschnittspreisen als im Vorjahr. “Mittlerweile mehren sich die Anzeichen für eine Normalisierung der Düngemittelnachfrage”, erklärte Vorstandsvorsitzender Norbert Steiner. Nachdem das Unternehmen im Januar neue Preise in Europa für Kalidünger bekannt gegeben habe, werde ein sehr starker Auftragseingang verzeichnet, ergänzte Vorstandsmitglied Joachim Felker am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. Das Unternehmen liege witterungsbedingt derzeit sogar etwas hinterher mit seinen Auslieferungen. Die Kapazitätsauslastung liege derzeit bei 100%, ergänzte er. Das Unternehmen müsse nun abwarten, in welchem Umfang die an die Handelsstufe gelieferte Ware nun von den Landwirten nachgefragt werde. Anfang Januar 2010 hatte K+S im Zuge des starken Nachfrageeinbruchs die Preise in Europa auf 285 EUR je Tonne Standarddünger gesenkt. Im Sommer 2009 hatte der Preis noch bei 435 EUR je Tonne gelegen. Im Salzgeschäft erwartet K+S 2010 erneut von einer insgesamt guten Auftausalznachfrage und der erstmalig ganzjährigen Einbeziehung des zugekauften US-Salzanbieters Morton Salt zu profitieren. Den Absatz im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte schätzt der Konzern für 2010 auf knapp 6 Mio Tonnen, nach 4,3 Mio Tonnen im Jahr 2009. Die Durchschnittspreise werden jedoch deutlich niedriger erwartet als im Vorjahr. Den Weltkaliabsatz prognostiziert das Unternehmen für 2010 auf rund 45 Mio Tonnen, nach rund 30 Mio Tonnen im Vorjahr. Für 2011 sagt K+S einen Weltkaliabsatz von 55 Mio Tonnen voraus. Das wäre nahezu das Absatzniveau vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Wegen stark rückläufiger Erträge im Düngemittelgeschäft musste der DAX-Konzern für 2009 einen deutlichen Ergebnisrückgang sowohl auf operativer Basis (EBIT I) als auch beim Konzernergebnis nach Steuern hinnehmen. Hinzu kamen kräftige Umsatzeinbußen. Das starke Auftausalzgeschäft und die erstmalige Einbeziehung von Morton Salt in den Konzernabschluss ab dem vierten Quartal konnten die Einbußen im Düngemittelgeschäft nicht kompensieren. Die Zahlen fielen allerdings etwas besser aus als von Dow Jones Newswires befragte Analysten im Mittel erwartet hatten. So sank das operative Ergebnis EBIT I im Gesamtjahr 2009 auf 238 Mio von 1,3 Mrd EUR im Vorjahr. Von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit einem Rückgang auf 228 Mio EUR gerechnet. Das Konzernergebnis nach Steuern ging 2009 auf 96,4 Mio von 871 Mio EUR zurück; geschätzt waren hier 84 Mio EUR. Der Umsatz brach auf knapp 3,6 Mrd von 4,8 Mrd EUR ein. Der Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte war 2009 mit einem Anteil von knapp 40% am Konzernumsatz die größte Sparte, die Bereiche Düngemittel und Salz steuerten jeweils rund 28% zu den Konzernerlösen bei. Vor dem Hintergrund der schwachen Jahreszahlen soll die Dividende auf 0,20 EUR je Aktie gekürzt werden und damit kräftiger als von Analysten erwartet. Für das Rekordjahr 2008 waren noch 2,40 EUR je Anteilsschein gezahlt worden. Im vierten Quartal fielen das operative EBIT I und das Ergebnis nach Steuern deutlich unter das Vorjahresniveau, allerdings weniger stark als von Analysten befürchtet. Das EBIT I ging auf 36,5 Mio EUR zurück von 288 Mio EUR im Schlussquartal 2008, von Dow Jones Newswires befragte Analysten hatten im Mittel mit 26 Mio EUR gerechnet. Das Ergebnis nach Steuern rutschte auf 15,6 Mio EUR nach 226 Mio EUR im Vorjahr, geschätzt wurden 4 Mio EUR. Der Umsatz legte im Schlussquartal dank der erstmaligen Konsolidierung von Morton Salt um 11,1% auf 1,061 Mrd EUR zu, geschätzt worden waren im Mittel 986 Mio EUR. Die Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte sowie Stickstoffdüngemittel konnten das Umsatz- und Ergebnisniveau des vierten Quartals 2008 nicht erreichen. Bei dem für 2010 angepeilten Wachstum von Umsatz und operativem Ergebnis wird K+S hauptsächlich vom US-Salzanbieter Morton Salt profitieren, der erstmalig ganzjährig bilanziert wird. Im Geschäftsbereich Kali- und Magnesiumprodukte werde dagegen nur mit einem leichten Umsatzanstieg gegenüber Vorjahr gerechnet. Für Stickstoffdüngemittel erwartet der Konzern immerhin eine “spürbare” Umsatzsteigerung. Das bereinigte Konzernergebnis soll 2010 ebenfalls deutlich höher ausfallen. Die Suche nach Möglichkeiten zur externen Erschließung neuer Kalikapazitäten setzt der Konzern weiter fort. Dazu zähle auch eine mögliche Zusammenarbeit mit der Eurochem in einem Projekt am Ural, sagte Steiner. Die Gespräche liefen aber noch, fügte er hinzu. Der russische Düngemittelhersteller Eurochem gehört Andrej Melnitschenko, der Großaktionär bei K+S ist und rund 15% an dem Kasseler Unternehmen hält. Mit “wie erwartet” stuften Frankfurter Aktienhändler Zahlen und Ausblick ein. Negativ falle lediglich der überraschend niedrige Dividendenvorschlag auf. “Bei K+S steht die Ausschüttung aber nicht im Fokus”, sagte ein Marktteilnehmer. Allerdings sei die Aktie bereits in den vergangenen Tagen gut gelaufen, was Kursgewinne begrenzen dürfte. Widerstand bei 47,70 EUR, Unterstützung um 46 EUR. Ohne Überraschungen ist auch laut der WGZ-Bank das Zahlenwerk für 2009 von K+S ausgefallen. Das EBIT I von 238 Mio EUR habe die WGZ-Prognose von 253,5 Mio vor allem wegen des hohen Verlusts im Segment Stickstoffdünger und des Rückgangs im Segment Kali- und Magnesiumprodukte nicht erreicht. Allerdings habe K+S vom starken Auftausalzgeschäft profitiert. Für 2010 erwarte K+S wegen der Erstkonsolidierung von Morton Salt eine Belebung des Umsatzes und eine deutliche Steigerung des EBIT I, was sich mit den Erwartungen der WGZ-Bank decke. Angesichts des verbesserten Sentiments für Kaliproduzenten sowie der Preisanhebungen bei Kali erhöhen die Experten das Kursziel. Die K+S-Aktie lag um 13:26 Uhr dennoch mit 2,7% im Minus und notierte bei 45,63 EUR während der DAX nur 0,1% schwächer notierte. Webseite: www.k-plus-s.com - Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29 725 113, heide.oberhauser@dowjones.com DJG/hoa/kla Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de (END) Dow Jones Newswires March 11, 2010 07:27 ET (12:27 GMT) Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc. |
| Weitere Meldungen |
|---|









