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13:43 | 23.04.2009
DJ UPDATE2: Rhön-Klinikum bekräftigt nach solidem Quartal Jahresziele

DJ UPDATE2: Rhön-Klinikum bekräftigt nach solidem Quartal Jahresziele


   (NEU: Aussagen von der Pressekonferenz, Analystenstimme, Aktienkurs) 

   Von Heide Oberhauser-Aslan
   Dow Jones Newswires 

   FRANKFURT (Dow Jones)--Der private Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum AG hat nach einem guten Auftaktquartal seine Jahresziele bekräftigt. Das Unternehmen rechne 2009 mit einer Fortsetzung des positiven Leistungstrends und erwarte - ohne zusätzliche Akquisitionen - Umsätze in Höhe von rund 2,3 Mrd EUR, bestätigte der Konzern am Donnerstag seine Prognose. Der Konzerngewinn vor Minderheiten soll innerhalb einer Bandbreite von jeweils 5 Mio EUR nach oben oder unten bei ca 130 Mio EUR liegen.

Mit der Entwicklung im ersten Quartal zeigte sich das Management zufrieden. “Wir sind gut in das neue Jahr gestartet”, sagte Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler. Rhön-Klinikum habe ihren Wachstumstrend auch im Auftaktquartal fortgesetzt. Den Angaben zufolge kletterte der Umsatz im Quartal um 7,4% auf 559,1 Mio EUR. Das EBITDA verbesserte sich um 4,4% auf 67 Mio EUR, und der Konzerngewinn erhöhte sich um 3,7% auf 30,7 Mio EUR. Das EBIT lag mit 42,8 Mio EUR um 2,1% unter dem entsprechenden Vorjahreswert.

Das Unternehmen begründete das unterproportionale Wachstum des EBITDA sowie den leichten EBIT-Rückgang mit berücksichtigten Risiken für die noch ausstehenden Budgetverhandlungen sowie Verlusten der erstkonsolidierten Kliniken in Höhe von 1,1 Mio EUR. Das Unternehmen sei aber zuversichtlich, im Gesamtjahr 2009 die Margen mindestens auf Vorjahresniveau zu stabilisieren.

Die Kliniken der Rhön-Klinikum AG hätten sich in den ersten drei Monaten 2009 gut behauptet und die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt, erklärte das Unternehmen. Durch Mehrleistungen und Kostensenkungen seien Aufwandssteigerungen vollständig kompensiert worden. Darüber hinaus seien weitere Deckungsbeiträge erwirtschaftet worden. In den ersten drei Monaten seien 452.319 Patienten behandelt worden. Das seien 10,3% mehr als in der entsprechenden Vorjahresperiode gewesen.

Die größte Konzerntochter, das Universitätsklinikum Gießen-Marburg, habe ihren erfolgreichen Restrukturierungskurs auch im Auftaktquartal fortgesetzt, erklärte der Konzern. Das Klinikum habe das Ergebnis im ersten Quartal auf 0,5 Mio EUR gesteigert nach 0,3 Mio EUR im Vorjahr.

Vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2008 hatte Rhön-Klinikum bereits im Februar veröffentlicht. Die Umsatzerlöse kletterten nach den am Donnerstag veröffentlichten endgültigen Zahlen um 5,2% auf 2,1 Mrd EUR, das EBITDA verbesserte sich um 5,4% auf 262,8 Mio EUR. Der Konzerngewinn kletterte um 10,3% auf 122,6 Mio EUR. An der guten Geschäftsentwicklung sollen die Aktionäre mit einer höheren Dividende partizipieren. Für 2008 will Rhön-Klinikum 0,35 EUR je Stammaktie zahlen, nach 0,28 EUR im Vorjahr.

CEO Pföhler kündigte eine Änderung der Dividendenpolitik an. Statt der bisher üblichen centweisen Erhöhung der Bardividende plant das Unternehmen künftig eine feste Quote von 30% des Konzerngewinns auszuschütten.

Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise zeigte sich Pföhler zuversichtlich für 2009. Die Gesundheitswirtschaft sei ein weitgehend konjunkturunabhängiger Bereich und bleibe bislang stabil, sagte Pföhler. Das in Kraft getretene Krankenhausfinanzierungsreformgesetz (KHRG) führe im Wesentlichen zu einer Verfestigung des bestehenden Vergütungssystems für stationäre Leistungen.

“Wir haben Herausforderungen zu meistern”, so Pföhler. Unerwartete Belastungen aus der Verlängerung der Konvergenzphase werde das Unternehmen mit gezielten Gegenmaßnahmen abfedern.

Mit einer deutlichen Belebung des flauen Privatisierungsgeschehens am deutschen Krankenhausmarkt rechnet Pföhler zur Zeit nicht. Derzeit zeichne sich keine neue Privatisierungswelle ab. Der Manager erwartet aber, dass aufgrund des sich abzeichnenden Einbruchs auf der Steuerseite und in den Länder- sowie Kommunalhaushalten es mit einer zeitlichen Verzögerung auch wieder zu mehr Krankenhausverkäufen kommen wird. Rhön-Klinikum halte – was Krankenhausübernahmen angehe – ihr Pulver trocken.

Händler an der Börse bezeichneten die Quartalszahlen von Rhön-Klinikum als “inline”. “Vor allem die Bekräftigung der Jahresprognose dürfte überwiegen und positiv gesehen werden”, sagte ein Händler. Bei den konkreten Zahlen wie Gewinn je Aktie und EBIT seien die Erwartung leicht unterschritten worden. Die Rhön-Klinikum-Aktie lag um 13:09 Uhr mit 1,1% im Minus bei 15,30 EUR, während der MDAX insgesamt mit 1,4% im Plus notierte. Das unter dem Konsens liegende operative Ergebnis könnte den einen oder anderen Anleger auf dem falschen Fuß erwischt haben und für Druck auf die Aktie sorgen, kommentierte Leslie Iltgen, Analystin beim Bankhaus Lampe, die Erstquartalszahlen von Rhön-Klinikum.

Angesichts der Erstkonsolidierung der beiden Kliniken in Nordenham und Warburg sei sie mit ihren Schätzungen für EBIT und EBITDA zwar sehr konservativ gewesen, vom Unternehmen allerdings dennoch unterboten worden. Neu integrierte Objekte seien zu Beginn immer ein Belastungsfaktor, der sich mit der Zeit jedoch verringere, erklärte die Analystin.

Dass das Unternehmen die Gesamtjahresprognose bestätigt hat, hält Iltgen für nachvollziehbar. “Rund 50% der neu verhandelten Mitarbeiterverträge seien bereits im vergangenen Jahr unter Dach und Fach gebracht worden. “Für das laufende Jahr rechnen wir mit Lohnsteigerungen von maximal 4% bis 5%, was keinen Strich durch die Guidance machen sollte”, sagt die Analystin.

   Webseite: http://www.rhoen-klinikum-ag.com 

   -Von Heide Oberhauser-Aslan, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29 725 113,
   heide.oberhauser@dowjones.com 

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April 23, 2009 07:43 ET (11:43 GMT)

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