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6:18 | 12.03.2008
DJ UPDATE3: EU durchsucht Airlines wegen möglicher Preisabsprachen
DJ UPDATE3: EU durchsucht Airlines wegen möglicher Preisabsprachen (NEU: Reaktionen weiterer Fluggesellschaften, Bundeskartellamt) Von Kirsten Bienk DOW JONES NEWSWIRES BRÜSSEL/FRANKFURT (Dow Jones)–Wegen des Verdachts unerlaubter Preisabsprachen hat die Europäische Kommission am Dienstag Büroräume europäischer Luftfahrtunternehmen durchsucht, darunter Lufthansa und KLM. Beide Gesellschaften bestätigten am Dienstag, von den Durchsuchungen betroffen zu sein. Die EU-Kommission hatte keine Namen genannt. Geprüft werden mögliche Preisabsprachen im Verkehr zwischen der EU und Japan, wie die Deutsche Lufthansa AG selbst erklärte. Die EU sprach lediglich von Langstreckenflügen zwischen der EU und Drittstaaten. Nach Angaben der Frankfurter Fluggesellschaft hat die Kommission Informationen, dass europäische und japanische Unternehmen der Branche “möglicherweise an wettbewerbswidrigen Preisabsprachen und abgestimmten Verhaltensweisen” teilgenommen hätten, darunter auch die Lufthansa. Der DAX-Konzern arbeitet bei der Aufklärung der Angelegenheit mit den Wettbewerbshütern aus Brüssel zusammen. Nach Informationen des “Handelsblatts” soll sich die Lufthansa in dem Fall als Kronzeuge zur Verfügung gestellt und damit maßgeblich zur Aufdeckung des Kartells beigetragen haben. Dazu habe sich die Lufthansa allerdings nicht äußern wollen, schreibt das Blatt am Mittwoch. Die übrigen deutschen Fluggesellschaften Air Berlin, Condor und TUIfly bieten keine Flüge nach Japan an. Nach Angaben dieser Unternehmen hat es auch keine Durchsuchungen der EU gegeben. Durchsucht wurden auch die Büros der KLM Royal Dutch Airlines in Amstelveen. Die niederländische Airline gehört zur Air France-KLM, dem nach Umsatz größten Luftfahrtkonzern der Welt. Eine KLM-Sprecherin versicherte wie die Lufthansa, man kooperiere mit der EU-Kommission. Bislang anscheinend nicht durchkämmt wurden Büros japanischer Gesellschaften. Die beiden größten internationalen Carrier des Landes, Japan Airlines Corp (JAL) und All Nippon Airways Co (ANA), erklärten am Mittwoch, sie seien von der EU-Kommission nicht über diese Untersuchung informiert worden. Sprecher beider Gesellschaften sagten, sie hätten erst aus den Medien davon erfahren. Ihre Büros seien bislang nicht überprüft worden. ANA gehört wie die Lufthansa dem Luftfahrtbündnis Star Alliance an. An den Durchsuchungen waren nach Angaben aus Brüssel Kommissionsbeamte und Vertreter nationaler Wettbewerbsbehörden beteiligt. Es habe sich um einen ersten Schritt in einer Kartelluntersuchung dargestellt. Vertreter des Bundeskartellamtes haben die Kommissionsbeamten in Deutschland begleitet, wie Behördensprecherin Silke Kaul bestätigte. Details der Maßnahmen nannte sie nicht. Nicht von den Kartellprüfungen betroffen sind in Europa nach eigenen Angaben British Airways, SAS, Finnair und Virgin Atlantic.
Webseiten: http://www.lufthansa.com/
http://www.klm.com/
http://www.ana.co.jp/en/
http://www.jal.com/en/
http://www.bashares.com/
http://www.sasgroup.net/
http://www.finnair.com/
http://ec.europa.eu/
-Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires; +49 (0)40 - 3574 3116,
kirsten.bienk@dowjones.com
DJG/DJN/kib/rio/nas
(END) Dow Jones Newswires March 12, 2008 02:18 ET (06:18 GMT) Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc. |
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