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18:14 | 10.12.2008
DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas fester – Ruhiger Handel um 4.800 Punkte
DJ XETRA-SCHLUSS/Etwas fester – Ruhiger Handel um 4.800 Punkte FRANKFURT (Dow Jones)–Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Nach ruhigem Geschäft legte der DAX um 0,5% oder 26 Punkte auf 4.805 zu und schloss damit knapp über der wichtigen 4.800er-Marke. Der Umsatz fiel im Kassamarkt erneut sehr gering aus, wurde im Terminmarkt allerdings als “ordentlich” bezeichnet. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 142,2 (Vortag: 172,2) Mio Aktien im Wert von rund 3,19 (Vortag: 3,95) Mrd EUR. Zwischenzeitliche Ausbruchsversuche des Euro über die 1,30-USD-Marke stützten dabei. “Man hat heute einigen Käufe aus dem Dollarraum in europäische Aktien gesehen”, sagte ein Händler. Von heimischer Seite war jedoch wenig Aktivität zu spüren: “Nur wer wirklich noch handeln muss, ist auch noch dabei”, sagte ein Marktteilnehmer. Hierzu zählten vor allem die Akteure am Options- und Terminmarkt. Hedge- und klassische Aktienfonds hätten sich bereits weitgehend aus dem Markt zurückgezogen. “Die Bücher werden in Richtung Jahresende zugemacht”, so ein Händler. Der zwischenzeitliche Rückgang im Ölpreis um über 2 USD vom Tageshoch ließ die Märkte indes kalt. Auf den aktuell niedrigeren Niveaus stehe das Öl nicht mehr so im Fokus, hieß es. Grund für die schwachen Ölnotierungen waren die US-Rohöl-Lagerbestände. Dabei lagen die Vorräte an Mitteldestilaten und Benzin “weit, weit” über Erwartung, wie es im Handel hieß. Analysten hatten mit einem Rückgang gerechnet. Der Bestand an Rohöl stieg dagegen leicht. Technische Analysten sehen den DAX weiter bei rund 4.650 Punkten gut unterstützt. Tagesgewinner adidas setzten ihre kräftige Erholung fort und legten um 6,4% zu auf 26,94 EUR. Händler berichteten von ausgelaufenem Verkaufsdruck auf die Aktie. Fundamental positiv seien weiter die Nachwirkungen eines Interviews mit adidas-CEO Hainer in der “Bild”-Zeitung am Montag. Hainer hatte dort den Sport- und Fitness-Markt als “relativ krisenresistent” bezeichnet und gesagt, man hoffe “mit einem blauen Auge davonzukommen”. “Nicht so tragisch”, hieß es im Handel zum Dividendenausfall für 2008 bei Continental. “Bei den Schulden und der Branchenlage hat jeder mit so was gerechnet”, sagte ein Händler: “Außerdem steht ganz allein die Schaeffler-Übernahme und die EU-Entscheidung dazu im Fokus”. Sogar “ganz gut” seien hingegen die Aussagen zur Gewinnmarge ausgefallen. Conti stiegen um 3,1% auf 38,34 EUR. Der Automobilsektor profitierte von der Entwicklung in den USA. Momentan zeichne sich eine baldige Einigung zwischen der Regierung und Kongressmitgliedern über das geplante Rettungsprogramm für die “Großen Drei” GM, Ford und Chrysler ab, so Stimmen aus dem Handel. BMW schlossen 2,3% höher bei 22,61 EUR, Daimler 0,9% auf 25,89 EUR und VW 1% auf 305,97 EUR. In dem recht illiquiden Markt wurde besonders auf Aussagen von Analysten gehört. Am Morgen hatte die UBS die Aktie von BASF auf die “Most Preferred List” aufgenommen, im Gegenzug mussten Linde weichen. Zudem wurde die Stimmung hier von der Gewinnwarnung des US-Wettbewerbers von Linde, Praxair, belastet. BASF legten um 3,4% zu auf 26,30 EUR, Linde verloren 2,5% auf 56,92 EUR. Im MDAX sprangen HeidelbergCement um 20,5% auf 35,20 EUR. Händler sahen nach den Aussagen von Adolf Merckle in der “FAZ” Chancen auf eine Einigung mit den Banken. “Das könnte die Situation beruhigen und die Phase der unterdurchschnittlichen Entwicklung beenden”, so ein Händler. Hochtief legten um 4,3% zu auf 33,09 EUR. Der Baukonzern hatte die Prognose für 2008 bestätigt. Im TecDAX zogen freenet um 18% auf 3,94 EUR an. Händler sprachen von der Hoffnung auf einen Wechsel in der Unternehmensführung. Dagegen brachen im SDAX Gerresheimer ein. Der Kurs verlor 22,5% auf 17,80 EUR. “Es hagelt negative Studien”, sagte ein Händler. Die Dresdner habe Gerresheimer auf Halten heruntergestuft, Chevreux habe sie mit “Underperform” eingestuft und Sal. Oppenheim habe ein “Trading-Sell” ausgesprochen. Offensichtlich seien Analysten darauf eingestellt, dass sich die Geschäftsaussichten eintrübten, so der Händler. DJG/mod/flf (END) Dow Jones Newswires December 10, 2008 12:14 ET (17:14 GMT) Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc. |
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