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9:53 | 03.09.2010
DJ XETRA-START/Etwas fester – Warten auf US-Arbeitsmarkt

DJ XETRA-START/Etwas fester – Warten auf US-Arbeitsmarkt

FRANKFURT (Dow Jones)–Etwas fester ist der deutsche Aktienmarkt in den Handel am Freitag gestartet. Bis 9.50 Uhr gewinnt der DAX 16 Punkte oder 0,3% auf 6.100 Punkte. Vor dem US-Arbeitsmarktbericht, der am Nachmittag veröffentlicht wird, werde sich der DAX voraussichtlich seitwärts bewegen, heißt es aus dem Handel. “Die Anleger warten ab, auch in Asien ist nur wenig los”.

Technischen Analysten zufolge ist der nächste Widerstand im DAX bei 6.100 Punkten zu sehen. Sollte diese Hürde nachhaltig überschritten werden, dürfte weiteres Aufwärtspotenzial frei werden. Eine Unterstützung machen die Analysten am Donnerstag-Tief bei rund 6.050 Punkten aus.

Am Nachmittag wird in den USA der offizielle Arbeitsmarktbericht für August veröffentlicht. Von Dow Jones befragte Volkswirte erwarteten einen Rückgang um 110.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Im Juli waren 131.000 Stellen weggefallen. Die Arbeitslosenquote dürfte Ökonomen zufolge auf 9,6% von zuvor 9,5% gestiegen sein.

Die Marktteilnehmer seien auf einen schwachen Arbeitsmarktbericht eingestellt, meint ein Händler. Bei einer positiven Überraschung seien, auch wegen des Labor Day am Montag, Shorteindeckungen vor dem verlängerten Wochenende in den USA möglich. “Und bei einem schwachen Bericht stehen US-Notenbank und Obama-Regierung bereit”, ergänzt er. Am Nachmittag wird auch noch der ISM-Service-Index veröffentlicht, erwartet wird hier ein Rückgang auf 53 Punkte von 54,3 Punkten.

Bei den Einzelwerten stehen die Versorger im Blick der Anleger. Vor einem Treffen im Kanzleramt am Sonntag zur Zukunft der Atomkraft könnten sich Marktteilnehmer positionieren, meint ein Händler. Negativ dürfte die Nachricht wirken, dass der Bundespräsident die Laufzeitverlängerung auf neun Jahre begrenzen wolle. Positiv sei hingegen ein Bericht in der “Süddeutschen Zeitung”, nach dem statt einer Brennelemente-Abgabe eine Brennelemente-Steuer erwogen wird. Denn Steuern seien abzugsfähig, bei Abgaben sei die Abzugsfähigkeit umstritten. E.ON steigen um 0,1% auf 22,77 EUR, für RWE geht es 0,2% auf 52,68 EUR nach oben.

Die stärksten Werte im DAX sind im frühen Geschäft Daimler mit Plus 0,8% auf 41,35 EUR und Allianz mit einem Zuwachs von 0,6% auf 84,11 EUR. Merck legen 0,5% zu auf 69,48 EUR.

Deutlicher Verlierer sind hingegen HeidelbergCement mit einem Minus von 1,2% auf 33,95 EUR. Für MAN geht es 0,5% auf 71,26 EUR nach unten. Händlern zufolge hat HSBC die Aktie auf “Neutral” von “Overweight” gesenkt.

Bayer verlieren 0,1% auf 49,09 EUR und können damit einen Großteil ihrer Verluste unmittelbar nach Handelseröffnung wieder wettmachen. Ein US-Gericht habe eine Patentschutzverlängerung für “Yasmin” abgelehnt, heißt es. “Das ist schlecht für das Sentiment”, so ein Händler. Der Schaden dürfte sich jedoch in Grenzen halten. Denn in den Gewinnschätzungen sei der Eintritt von Generika bereits eingerechnet.

In der zweiten Reihe des deutschen Aktienmarkts beurteilen Marktteilnehmer die Hochzinsanleihe von Continental positiv. “Conti finanziert sich über 7-jährige Anleihen nun günstiger als noch im Juni über 5-jährige Papiere”, so ein Händler mit Blick darauf, dass Conti eine Anleihe mit einem Volumen von etwa 1 Mrd EUR und einem Kupon von 7,5% bei institutionellen Investoren platziert hat. “Offensichtlich honorieren Investoren die operativen Fortschritte”, ergänzt er. Damit stünden die Chancen für weitere Platzierungen gut. Continental sind 1% fester auf 51,17 USD.

ProSieben profitieren von positiven Analystenkommentaren. Goldman Sachs hat das Kursziel auf 21 EUR von zuvor 19,20 EUR erhöht. Für die Aktien des Medienkonzerns geht es um 2,1% auf 15,67 EUR nach oben. Gerresheimer legen 0,7% zu auf 28,06 EUR. Die Analysten von Equinet haben die Aktie auf “Kaufen” von “Akkumulieren” erhöht.

DJG/mgo/hru/cln 
 

(END) Dow Jones Newswires

September 03, 2010 03:53 ET (07:53 GMT)

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