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9:50 | 10.04.2008
DJ XETRA-START/Etwas leichter – RWE mit Abgaben

DJ XETRA-START/Etwas leichter – RWE mit Abgaben

FRANKFURT (Dow Jones)–Die Korrektur am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Donnerstag im frühen Geschäft fort. Der DAX verliert gegen 9.40 Uhr 22 Punkte oder 0,3% auf 6.699 Punkte und tendiert damit etwas leichter. Händler verweisen auf die schwachen Vorlagen und das negative Umfeld. Der Abgabedruck vom Mittwoch setze sich fort, heißt es im Handel.

Auf die Stimmung drücken zum einen der schwache Dollar und zum anderen der hohe Ölpreis. Euro und Öl notieren jeweils in der Nähe ihrer Rekordstände. In Japan ist der exportlastige Nikkei mit der Dollar-Schwäche unter die Marke von 13.000 Punkten gefallen. In den USA hatten am Vortag vor allem die Reifenhersteller und, mit der Finanzkrise, die Finanztitel an der Spitze der Abwärtsbewegung gelegen.

Neue Impulse werden von den Notenbanksitzungen in Frankfurt und London am Mittag erwartet, heißt es. Die Bank of England könnte die Leitzinsen senken, die Europäische Zentralbank werde sie wohl bestätigen, heißt es am Markt. Außerdem könnten Indikationen vom US-Arbeitsmarkt in den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung am Nachmittag die Kurse beeinflussen, heißt es.

Aus technischer Sicht ist der DAX laut technischen Analysten bei 6.670 und 6.600 Punkten unterstützt. Eine Widerstandszone habe sich oberhalb von 6.800 Punkten herausgebildet, heißt es am Markt.

Im Blick stehen RWE, die um 1,5% auf 79,79 EUR fallen. Die “Financial Times” schreibt, RWE habe ein Gebot über knapp 14 Mrd EUR für British Energy vorgelegt. RWE wollte den Bericht bisher nicht bestätigen. Theo Kitz, Analyst von Merck Finck & Co meint dazu, strategisch wäre die Übernahme für RWE sinnvoll. Er meint aber auch, aus dem Interesse könnte sich ein teurer Bieterkampf entwickeln, weil auch der französische EdF-Konzern Interesse signalisiert habe. Der Analyst ergänzt, die britische Regierung sei vermutlich an einem Verkauf des gesamten Konzerns an ein ausländisches Unternehmen gar nicht interessiert, da ein solcher Verkauf von British Energy mit den Atomkraftwerken das nationale Interesse Großbritanniens verletzen könnte.

Auf der Verliererseite stehen nach den schwachen Vorlagen die Finanzwerte. So fallen Commerzbank um 1,7% auf 20,69 EUR und Hypo Real Estate um 3,3% auf 17,64 EUR. Continental reagieren auf die schwachen Branchenvorlagen mit einem Abschlag von 1% auf 67,98 EUR.

Auf der anderen Seite werden Münchener Rück freundlich gehandelt, sie steigen um 0,3% auf 124,31 EUR. Der US-Investor Warren Buffet soll laut “FAZ” ein Paket von einer Million Aktien an dem Konzern übernommen haben. An der Spitze der Gewinner stehen erneut Merck KGaA und BMW. Merck KGaA gewinnen 2,1% auf 83,20 EUR und BMW erhöhen sich um 1,3% auf 36,34 EUR.

In der zweiten Reihe stehen Arques mit einem Minus von 3,8% auf 8,42 EUR wieder unter Druck und geben die Gewinne vom Mittwoch zum großen Teil wieder ab. Im TecDAX verlieren Q-Cells 4,2% auf 61,18 EUR. Goldman Sachs hat das Kursziel zwar etwas erhöht, das neue Ziel von 47,50 EUR liegt aber immer noch deutlich unter dem aktuellen Kurs. Während sich der MDAX gut behaupten kann, verliert der TecDAX 1,3%.

Im SDAX bricht die Aktie von Thielert um knapp 40% auf 2,85 EUR ein. Eine Verzögerung bei der Serienauslieferung von Flugmotoren hat das Unternehmen in eine akute Liquiditätskrise gestürzt. Thielert bezifferte den kurzfristigen Liquiditätsbedarf auf 13,6 Mio EUR bis zur Jahresmitte. Die Lücke soll mit einem Paket von kurzfristigen Maßnahmen geschlossen werden, darunter Darlehen, Bankkredite und Anleihen. Escada verlieren nach einer Gewinnwarnung 13,7% auf 12,39 EUR.

  -Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,
   herbert.rude@dowjones.com
   DJG/hru/ros 

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April 10, 2008 03:50 ET (07:50 GMT)

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