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10:15 | 31.03.2011
DJ XETRA-START/Gut behauptet – Banken unter Druck
DJ XETRA-START/Gut behauptet – Banken unter Druck FRANKFURT (Dow Jones)–Der deutsche Aktienmarkt ist am Donnerstag mit leichten Aufschlägen gestartet. Bis 10.10 Uhr gewinnt der DAX 0,2% oder 16 auf 7.073 Punkte und notiert damit gut behauptet. Trotz der leichten Gewinne ist von einem zurückhaltenden Geschäft zur Eröffnung die Rede. Möglicherweise warteten die Anleger auf die Bekanntgabe der Ergebnisse des irischen Bankenstresstests nach Börsenschluss, sagen Händler. Beobachter rechnen mit zusätzlichem Kapitalbedarf bei den Instituten in Milliardenhöhe. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass Irland zusätzliche Gelder aus dem Sicherheitsschirm der EU bzw vom IWF benötige. Auch könnte es neue Forderungen geben, wonach die Inhaber von Bankenanleihen stärker an den Bailout-Kosten beteiligt werden sollen. Mit einem Abschlag von 1,2% sind die Banken der schwächste Sektor in Europa. Deutsche Bank geben 0,9% auf 41,55 EUR nach, Commerzbank verlieren 0,6%. Neben Irland belasten auch Nachrichten aus dem spanischen Bankensektor. Die geplante Fusion verschiedener Sparkassen (Cajas) ist gescheitert. Es wird nun befürchtet, dass der spanische Staat neue Finanzhilfen mobilisieren muss. Grundsätzlich wird die Stimmung aber weiter als gut beschrieben. Es sei nicht auszuschließen, dass zum Quartals-Ultimo noch Käufe an den Markt kommen. Fonds würden so versuchen, ihre Bilanzen noch aufzubessern, heißt es. “Andere Anleger könnten außerdem Positionen für das zweite Quartal beziehungsweise für den April eröffnen.” Der April sei statistisch einer der stärksten Börsenmonate. Neue Impulse könnten am Nachmittag aus den USA von den wöchentlichen Arbeitsmarktdaten und dem Einkaufsmanager-Index aus Chicago ausgehen. Aus technischer Sicht hängt der DAX am Abwärtstrend bei etwa 7.050 Punkten fest. “Ein Überwinden wäre ein weiterer Befreiungsschlag”, so ein Händler. Der nächste Widerstand läge dann am Zwischen-Hoch von Mitte Januar bei 7.165 Punkten. Versicherer halten sich besser als Banken. Hier mache sich auch die Erholung an den japanischen Börsen bemerkbar. Munich Re gewinnen 1,6% auf 111,15 EUR, Allianz geben 0,2% nach. Derweil wird der Chemiesektor von einer Hochstufung durch die Deutsche Bank gestützt, im Gegenzug wird der Telekomsektor gesenkt. BASF steigen 0,9% genauso wie Bayer. Deutsche Telekom verlieren dagegen 0,6% auf 10,82 EUR. Bei Vossloh kommt es nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen zu Gewinnmitnahmen. “Die Zahlen sind kursneutral”, so ein Händler. Dividende und Nettogewinn seien etwas besser ausgefallen als erwartet, das EBIT etwas niedriger, der Ausblick sei “in line”. Vossloh verlieren 0,8% auf 94,60 EUR. K+S geben nach einem enttäuschenden Quartalsumsatz des Mitbewerbers Mosaic 0,2% nach. Im TecDAX ziehen Solarworld 1,6% auf 11,40 EUR auf an. Laut dem “Handelsblatt” hat das Unternehmen dem chinesischen Wettbewerber Suntech einen Auftrag von Siemens streitig gemacht. Singulus verlieren 2,5% auf 4,39 EUR. Der Auftragsbestand zum Jahresende 2010 lag mit 35,5 Mio EUR nur auf Vorjahresniveau. DJG/mpt/cln (END) Dow Jones Newswires March 31, 2011 04:15 ET (08:15 GMT) Copyright (c) 2011 Dow Jones & Company, Inc. |
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