AGENTURMELDUNGEN

21:35 | 12.02.2010
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 07.02.2010 bis 12.02.2010

FRANKFURT (dpa-AFX Broker) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im
dpa-AFX-Nachrichtendienst in der Woche vom 08.02.2010 bis 12.02.2010

MONTAG

ALLIANZ

LONDON – Nomura hat das Kursziel für Allianz vor Zahlen von 85,00
auf 92,00 Euro angehoben, die Einstufung jedoch auf “Neutral” belassen. Der
Versicherer dürfte solide Jahreszahlen präsentieren, begründete Analyst Nick
Holmes das neue Ziel in einer Studie vom Montag. Dennoch gehöre die Allianz
aufgrund nur begrenzter Wachstumsaussichten und der Konzentration auf das 2010
schwächer erwartete Sachversicherungsgeschäft nicht zu seinen bevorzugten
Werten. Im Nicht-Leben-Segment bevorzuge er das Papier von Zurich Financial
Services (ZFS). Sektorübergreifend seien Aegon, Swiss Re und Legal & General
seine “Top Picks”.

DAIMLER

MÜNCHEN – Die Unicredit hat die Einstufung für die Daimler-Aktien
nach einem Personalwechsel auf “Buy” belassen. Das Kursziel beträgt weiterhin
42,00 Euro (Kurs: 32,96 Euro). Wie sein Vorgänger, Mercedes-Vize Rainer
Schmückle, gelte Wolfgang Bernhard als erfahrener Manager für Umstrukturierung
und Effizienzsteigerungen, schrieb Analyst Georg Stürzer in einer Studie vom
Montag. Aufgrund dessen dürfte bei Mercedes-Benz in dieser Hinsicht die
Fokussierung und der Druck anhalten.

DEUTSCHE BANK

FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Deutsche Bank von
66,00 auf 64,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf “Buy” belassen. Die
operativen Einheiten hätten die Erwartungen für das vierte Quartal nicht ganz
erfüllt, schrieb Analyst Michael Dunst in einer Studie vom Montag. Daher müssten
die Gewinnschätzungen für die Bank etwas reduziert werden. Allerdings sei die
Bewertung nach wie vor sehr niedrig und die Eigenkapitalquote (Tier 1) habe sich
während des vierten Quartals deutlich verbessert. Die positive Einstufung sei
deshalb weiter gerechtfertigt.

DEUTSCHE TELEKOM

DÜSSELDORF – Die WestLB hat die Aktie der Deutschen Telekom nach
Erreichen des bisherigen Kursziels von “Reduce” auf “Neutral” hochgestuft und
das Kursziel gestrichen. Er sehe für das Papier derzeit keine weiteren Risiken,
schrieb Analyst Tarkan Cinar in einer Studie vom Montag. Leicht positiv seien
die derzeitigen Spekulationen über die Zukunft des US-Geschäfts. Eine
Kooperation von T-Mobile USA mit einem amerikanischen Festnetzanbieter würde er
einem Börsengang vorziehen, meinte Cinar.

MUNICH RE

FRANKURT – Cheuvreux hat Munich Re in die “Insurance Best Pick
List” aufgenommen und die Einstufung auf “Outperform” mit einem Kursziel von
125,00 Euro belassen. Analyst Michael Haid hob in einer Studie vom Montag seine
Gewinnprognosen je Aktie für 2010 um drei Prozent an. Zur Begründung verwies er
auf die Vertragserneuerungen im Nicht-Lebensversicherungsgeschäft im Januar und
die Kapitalzuwächse aus dem Verkauf von Unternehmensanleihen ebenfalls im
Januar. Im Gegenzug sei Axa von der Liste gestrichen worden.

ROTH & RAU

FRANKFURT – Sal. Oppenheim hat den fairen Wert für Roth & Rau von
25,20 auf 25,40 Euro angehoben und die Einstufung auf “Neutral” belassen. Die
Übernahme von OTB sei ein positiver Schritt für den Solarzulieferer, schrieb
Analyst Hartmut Moers in einer Studie vom Montag. Allerdings habe die jüngste
Kursrally bereits zu viel vorweggenommen. Daher bleibe er vorsichtig in der
Einstufung von Roth & Rau.

SAP

LONDON – Morgan Stanley hat SAP nach dem Rücktritt des
Vorstandsvorsitzenden Leo Apotheker auf “Equal-weight” mit dem Kursziel 37,00
Euro belassen. Der Zeitpunkt der Personalie dürfte die Anleger zwar überraschen,
doch kaum schockieren, schrieb Analyst James Dawson in einer Studie vom Montag.
Ob die neue Doppelspitze aus Bill Mc Dermott und Jim Hagermann Snabe
funktioniere, müsse sich erst zeigen. Auch sei der nun stärkere Fokus auf die
Produktentwicklung langfristig positiv.

DIENSTAG

DEMAG CRANES AG

FRANKFURT – Sal. Oppenheim hat die Einstufung für die Aktien von Demag
Cranes nach Zahlen auf “Buy” und den fairen Wert auf 31,00 (Kurs:
23,53) Euro belassen. Das Quartalsergebnis sei zwar im Rahmen der
Markterwartungen ausgefallen, seine optimistischeren Prognosen wurden aber
leicht verfehlt, schrieb Analyst Peter Metzger in einer Studie am Dienstag. Er
sei aber nach wie vor vom Geschäftsmodell des Kranherstellers überzeugt.
Außerdem sei die Aktie günstig bewertet.

DEUTSCHE BOERSE AG

MÜNCHEN – Die Unicredit hat das Kursziel für die Deutsche Börse
von 66,00 auf 60,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf “Buy” belassen. Die
Diskussion über Einschränkungen beim Eigenhandel von Banken in den USA habe mit
Blick auf die künftige Volumenentwicklung verunsichert, schrieb Analyst Bernd
Müller-Gerberding in einer Studie vom Dienstag. Er korrigierte seine Schätzungen
für den Börsenbetreiber nach unten.

HEIDELBERGER DRUCKMA

FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Heidelberger Druck nach
Zahlen auf “Hold” mit einem Kursziel von 5,50 (Kurs: 5,10) Euro belassen. Beim
Auftragseingang und dem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe der
Druckmaschinenhersteller die Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Dirk
Nettling in einer Studie vom Dienstag. Die durchschnittlichen Marktschätzungen
für das Unternehmen dürften sich nach den sehr erfreulichen Zahlen für das
dritte Geschäftsquartal nun weiter verbessern.

QIAGEN NV

FRANKFURT – Independent Research hat die Einstufung für die Aktien von
Qiagen nach Zahlen auf “Halten” und das Kursziel auf 17,00 Euro
belassen. Das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres sei im Rahmen der
Erwartungen ausgefallen, schrieb Analyst Jens Hasselmeier in einer Studie am
Dienstag. Der Laborausrüster habe seine eigenen, im November angehobenen
Prognosen übertreffen können.

MITTWOCH

ARCELORMITTAL

FRANKFURT – Sal. Oppenheim hat ArcelorMittal nach
Quartalszahlen auf “Neutral” mit einem fairen Wert von 26,65 Euro belassen.
Abgesehen vom Gewinn je Aktie, der von steuerlichen Einflüssen profitiert habe,
lägen die Ergebnisse für die letzten drei Monate 2009 unter den Erwartungen,
schrieb Analyst Peter Metzger in einer Studie vom Mittwoch. Zudem enttäusche vor
allem die Gewinnprognose des Stahlkonzerns für das erste Viertel 2010. Die
Erwartungen für 2010 dürften sinken.

FRAPORT AG

FRANKFURT – Equinet hat Fraport auf “Hold” mit dem Kursziel von
35,00 Euro belassen. Die Verkehrszahlen für Januar seien solide ausgefallen,
schrieb Analyst Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Mittwoch. Während das
Passagieraufkommen im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent angestiegen sei, habe
der Frachtumsatz um 32,2 Prozent zugelegt.

FREENET NAMENSAKTIE

LONDON – Die WestLB hat die Aktie von Freenet nach vorläufigen
Zahlen für 2009 von “Add” auf “Buy” hochgestuft und das Kursziel von 10,50 auf
11,50 Euro angehoben. Die Zahlen hätten auf beeindruckende Weise den Prognosen
des Mobilfunkanbieters entsprochen, schrieb Analyst Adrian Hopkinson in einer
Studie vom Mittwoch. Etwas höhere Bruttomargen, vor allem aber geringere
finanzielle Belastungen und Abschreibungen dürften im nächsten Jahr zu einem
steigenden Gewinn je Aktie (EPS) führen.

DONNERSTAG

ALCATEL-LUCENT

LONDON – Cheuvreux hat die Einstufung für Alcatel-Lucent nach Zahlen auf
“Underperform” mit einem Kursziel von 2,50 Euro belassen. Der Umsatz des
Telekom-Ausrüsters im vierten Quartal habe die Erwartungen verfehlt, die
Bruttomarge habe aber deutlich positiv überrascht, schrieb Analyst Odon de
Laporte in einer Studie vom Donnerstag.

DRILLISCH AG

DÜSSELDORF – Die WestLB hat Drillisch nach vorläufigen Zahlen von
“Add” auf “Buy” hochgestuft und das Kursziel von 6,00 auf 6,10 Euro angehoben.
Die Kennziffern das Mobilfunkanbieters für 2009 hätten seine Erwartungen und
auch die Marktschätzungen übertroffen, schrieb Analyst Tarkan Cinar in einer am
Donnerstag veröffentlichten Studie. Der Wachstumstrend sollte bis Ende 2011
anhalten, da Drillisch von der steigenden Nachfrage nach mobilen
Internet-Dienstleistungen profitieren dürfte.

GILDEMEISTER AG

HAMBURG – Die Berenberg Bank hat die Einstufung für Gildemeister
nach vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 auf “Hold” und das Kursziel
auf 12,00 Euro belassen. Die Zahlen des Werkzeugmaschinen-Herstellers hätten
seinen Erwartungen weitgehend entsprochen, schrieb Analyst Stephan Klepp in
einer Studie vom Donnerstag. Positive Kurskatalysatoren seien für 2010 aber
nicht in Sicht.

PROSIEBENSAT1 MEDIA

MÜNCHEN – Die Unicredit hat das Kursziel für ProSiebenSat.1 von
10,80 auf 11,20 Euro angehoben und das Votum auf “Buy” belassen. Nach einem
starken Dezember habe der Fernsehkonzern exzellente vorläufige Ergebnisse für
2009 vorgelegt, die seine Erwartungen übertroffen hätten, schrieb Analyst
Freidrich Schellmoser in einer am Mittwochabend veröffentlichten Studie. Der
Dezembertrend könnte ein Signal dafür sein, dass das Schlimmste an den
Werbemärkten vorüber sei. Daher habe er seine Umsatzschätzungen angehoben.
Schellmoser betonte, sein “Buy”-Votum sei an eine Nulldividendenpolitik für die
Stammaktien geknüpft. “Eine Wiederaufnahme der großzügigen Zahlungen aus der
Vergangenheit würde zu einem dramatisch verschlechterten Risikoprofil für die
Aktie führen”, warnte er.

RHOEN-KLINIKUM AG

FRANKFURT – Sal. Oppenheim hat die Einstufung für Rhön-Klinikum
nach vorläufigen Zahlen auf “Neutral” mit einem fairen Wert von 18,20 Euro
belassen. Die Eckdaten für 2009 seien gemischt ausgefallen, wobei der Umsatz gut
ausgefallen sei, die Ergebniskenziffern aber leicht enttäuscht hätten, schrieb
Analystin Claudia Lakatos in einer Studie vom Donnerstag. Angesichts der relativ
hohen Bewertung und der noch nicht sichtbaren Dynamik beim Privatisierungstrend
sei das Aufwärtspotenzial für die Aktie des Klinikbetreibers begrenzt.

FREITAG

ALCATEL-LUCENT

LONDON – Die UBS hat das Kursziel für Alcatel-Lucent
nach Quartalszahlen von 2,75 auf 2,20 Euro gesenkt und die Einstufung auf
“Neutral” belassen. Auch in den letzten drei Monaten 2009 habe sich das gleiche
Bild ergeben wie zuvor: Eine schwache Umsatzentwicklung sei auf der Gewinnebene
durch Kostensenkungen kompensiert worden, schrieb Analyst Gareth Jenkins in
einer Studie vom Freitag. Vor allem die Umsatzschwäche im Bereich Wireless habe
jedoch überrascht. Die Marktwartungen für den Gewinn vor Zinsen und Steuern im
Jahr 2010 dürften um acht bis zehn Prozent sinken.

CREDIT SUISSE GROUP

LONDON – Morgan Stanley hat das Kursziel für Credit Suisse
von 72,00 auf 70,00 Franken gesenkt, die Einstufung aber auf
“Overweight” belassen. Kurzfristig drohten im Investmentbanking die größten
Gefahren, während längerfristig die größten Risiken im Zusammenhang mit
Regulierungsfragen zu sehen seien, schrieb Analyst Huw van Steenis in einer
Studie vom Freitag. Im schweizerischen Privatbankengeschäft könnte die Credit
Suisse schon bald an der UBS vorbeiziehen.

HEIDELBERGCEMENT AG

LONDON – Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie von HeidelbergCement
nach Zahlen von 79,20 auf 75,30 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf
“Buy” belassen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen für das
vierte Quartal habe angesichts einer schwachen Entwicklung auf den entwickelten
Märkten unter ihren Erwartungen gelegen, schrieb Analystin Laurie Mathers in
einer Studie vom Freitag. Sie rechnet nicht mehr damit, dass der Ausfall bei den
Gewinnen im Jahr 2009 durch Kostenkürzungen im Jahr 2010 ausgeglichen werden
kann.

LEONI AG

HAMBURG – M.M.Warburg hat die Einstufung für Leoni nach
vorläufigen Zahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 17,50 Euro belassen. Die
Zahlen des Automobilzulieferers vom vierten Quartal hätten deutlich unter den
Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Marc-Rene Tonn in einer Studie vom Freitag.
Der Konzern habe – wie es aussieht – möglichst viele belastende Faktoren in das
Jahr 2009 verbucht, um bereinigt in das neue Geschäftsjahr zu starten. Somit sei
es wahrscheinlicher geworden, dass Leoni seinen Unternehmensausblick auch
erreiche. Darüber hinaus wertet er den Free Cash Flow als eine positive
Überraschung.

THYSSENKRUPP AG

HAMBURG – M.M.Warburg hat die Einstufung für die Aktie von ThyssenKrupp
nach Zahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 31,00 Euro belassen. Mit
einem Vorsteuergewinn (EBT) in Höhe von 313 Millionen Euro sei der Stahlkonzern
wieder zurück auf den Erfolgspfad gekehrt, schrieb Analyst Björn Voss in einer
Studie vom Freitag. Wegen eines Gruppenumsatzes, der niedriger als erwartet
ausgefallen sei, sei das EBT erstaunlich. Es sollte aber berücksichtige werden,
dass die zukünftigen Gewinne durch Anfahrtskosten bei amerikanischen Geschäften
belastet werden dürften.

/gr/


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