21:35 | 13.08.2010
dpa-AFX Überblick: ANALYSTEN-EINSTUFUNGEN vom 13.08.2010
FRANKFURT (dpa-AFX) – Ausgewählte Analysten-Einstufungen im
dpa-AFX-Nachrichtendienst vom 13.08.2010
AEGON
LONDON – Die Citigroup hat Aegon nach Quartalszahlen auf
“Buy” belassen. Die soliden Ergebnisse des Versicherers hätten die Erwartungen
erfüllt, schrieb Analyst William Elderkin in einer Studie vom Freitag. Die
Entwicklung stimme zuversichtlich. Allerdings dürfte es bis zur Reaktion des
Unternehmens auf die EU-Bewertung des Rettungsplanes und einer möglichen
Refinanzierung kaum Kursbewegungen geben. Beides dürfte kurzfristig geschehen.
BAUER
FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für Bauer nach
Zahlen auf “Add” mit einem Kursziel von 38 Euro belassen. Während die
Umsatzkennziffern gemischt ausgefallen seien, hätten sich die Auftragszahlen
stark entwickelt, schrieb Analyst Norbert Kretlow in einer Studie vom Freitag.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe über seinen aber unter den
Marktschätzungen gelegen. Ein ähnliches Bild habe sich beim Nettogewinn des
Tiefbauspezialisten und Baumaschinenkonzerns gezeigt. Positiv hob er hervor,
dass der Auftragseingang um 52 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum
zugenommen habe.
BECHTLE
LONDON – Merrill Lynch hat Bechtle nach Quartalszahlen von “Buy”
auf “Neutral” abgestuft, das Kursziel aber von 23,50 auf 25,00 Euro angehoben.
Er habe seine Prognosen für den IT-Dienstleister für 2010 bis 2012 angehoben und
damit auf das über den Erwartungen liegende Umsatzwachstum und die jüngste
Übernahme reagiert, schrieb Analyst Claus Roller in einer Studie vom Freitag.
Nach der sehr guten Kursentwicklung seit Dezember 2009 sei aber nicht mehr
genügend Kurspotenzial vorhanden, um eine “Buy”-Empfehlung zu rechtfertigen.
BRENNTAG
LONDON – JPMorgan hat Brenntag nach Quartalszahlen auf
“Overweight” belassen. Nach der zuversichtlich klingenden Telefonkonferenz habe
er seine hohen Erwartungen nicht geändert, schrieb Analyst Robert Plant in einer
am Freitag vorgelegten Studie. Aufgrund der positiven Gewinndynamik und der
attraktiven Bewertung behalte er seine Kaufempfehlung für die Aktie des
Chemikalienhändlers bei.
BRENNTAG
LONDON Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat das Kursziel für Brenntag
nach Zahlen von 74 auf 78 Euro angehoben und die Einstufung auf “Buy”
belassen. Der Chemikalienhändler habe ein gutes Zahlenwerk zum zweiten Quartal
geliefert, schrieb Analyst Charles Wilson in einer Studie vom Freitag. Wilson
erhöhte seine Prognosen für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen
(EBITDA) bis zum Jahr 2012.
CARL ZEISS MEDITEC
LONDON – Die britische Investmentbank HSBC hat Carl Zeiss Meditec
nach Zahlen zum dritten Geschäftsquartal von “Neutral” auf “Overweight”
hochgestuft und das Kursziel von 12,50 auf 14,00 Euro angehoben. Die Kennziffern
seien solide und zeigten ein Umsatzwachstum von 19,7 Prozent im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum, schrieb Analyst Burkhard Weiss in einer Studie vom Freitag.
Zudem habe das Unternehmen seine Prognose leicht angehoben. Für weiteren
Rückenwind dürften der sich stabilisierende europäische Markt, die anhaltende
Erholung auf dem amerikanischen Kontinent sowie das große Umsatzpotenzial des
Bestrahlungssystems Intrabeam sorgen.
CELESIO
LONDON – Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel
für Celesio nach Zahlen von 17,50 auf 16,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf
“Underweight” belassen. Höhere Kosten aufgrund der Übernahme des brasilianischen
Pharmagroßhändlers Panpharma hätten zu einem reduzierten Gewinnziel geführt,
schrieb Analyst Michael Jungling in einer Studie vom Freitag. Zudem sei das
Wachstumsprofil des Unternehmens vergleichsweise schwach und risikoreich.
Celesio sei besonders von den Sparmaßnahmen vieler Regierungen betroffen.
Insofern erscheine das beeindruckende Umsatzwachstum der Jahre 2004 bis 2006
nicht wiederholbar.
CENTROTHERM PHOTOVOLTAICS
LONDON – Die Berenberg Bank hat Centrotherm Photovoltaics auf
“Buy” mit einem Kursziel von 48,00 Euro belassen. Während der
Spezialanlagenbauer für die Solarbranche für 2011 mit einem Marktwachstum von 20
bis 30 Prozent rechne, gehe er von 20 Prozent aus, schrieb Analyst Lars
Dannenberg in einer Studie vom Freitag. Aufgrund der hohen Nachfrage lasse sich
die Entwicklung bis 2011 gut berechnen. Der Experte prognostiziert für die
Sparte Cell & Module für 2011 einen Umsatz von 378 Millionen Euro und eine
Gewinnmarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) von 20,5 Prozent. Für den
Bereich Silizium rechnet er mit einem Umsatz von 200 Millionen Euro und einer
zehnprozentigen EBIT-Marge.
CENTROTHERM PHOTOVOLTAICS
LONDON – Die Citigroup hat Centrotherm Photovoltaics nach
Quartalszahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 45,00 Euro belassen. Die guten
Ergebnisse spiegelten die starke Nachfrageerholung und die Kostensenkungen in
der Solarzellensparte des Spezialanlagenbauers wider, schrieb Analyst Andrew
Benson in einer Studie vom Freitag. Der deutliche Verlustzuwachs im
Dünnschichtsegment sei größtenteils eine Folge höherer Forschungs- und
Entwicklungsaufwendungen. Das Unternehmen profitiere vom technologischen
Fortschritt. Benson hat seine Prognosen angehoben.
CISCO SYSTEMS
FRANKFURT – Das Analysehaus Independent Research hat das Kursziel für Cisco
nach Zahlen von 28,00 auf 27,00 US-Dollar gesenkt, aber die
Einstufung auf “Kaufen” belassen. Die Kennziffern des Netzwerkausrüsters zum
vierten Geschäftsquartal und zum gesamten Geschäftsjahr 2009/10 hätten im Rahmen
seiner Erwartungen gelegen, schrieb Analyst Jens Hasselmeier in einer Studie vom
Freitag. Der Netzwerkausrüster habe die dynamische Entwicklung der Vorquartale
im letzten Jahresviertel fortgesetzt. Stark seien vor allem die ausgewiesenen
Bilanzrelationen ausgefallen, während der Cashflow erwartet solide gewesen sei.
CONTINENTAL
LONDON – Die UBS hat das Kursziel für Continental von 60,00 auf
65,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Buy” belassen. Im Gegensatz zu
anderen Branchentiteln sei Continental ein struktureller Wachstumswert, der sein
Kurspotenzial aus einer Sondersituation beziehe, schrieb Analyst Stephan Pütter
in einer Studie vom Freitag. Die Verschuldung des Reifenherstellers und
Autozulieferers sinke, die Risiken der Fusion mit Schaeffler seien begrenzt, das
Wachstum im Bereich Automotive sei überdurchschnittlich und die positive
Trendwende in der Powertrain-Sparte verlaufe schneller als erwartet. Die Aktie
bleibe in der “UBS Alpha Preference List” einer seiner bevorzugten Werte im
europäischen Automobilsektor.
EON
LONDON – Merrill Lynch hat das Kursziel für Eon nach
Halbjahreszahlen von 24,50 auf 25,00 Euro angehoben und die Einstufung auf
“Neutral” belassen. Die Debatte über eine Kernkraftsteuer in Deutschland
überschatte die Ergebnisse des Versorgers, schrieb Analyst Christopher Kuplent
in einer Branchenstudie vom Freitag. Die Bundesregierung dürfte sich von ihren
Plänen aber nicht abbringen lassen. Er rechne mit einer Abgabe von 20 Euro je
Megawattstunde. Das würde den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 1,3
Milliarden Euro sinken lassen. Doch selbst ohne eine derartige Belastung
implizierten die Preiskurven an den Terminmärkten, dass Eon das Wachstumsziel
für den Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2012 und 2013
verfehlen werde. Das Kursziel habe er an die jüngsten Beteiligungsverkäufe in
den USA angepasst.
ERICSSON
LONDON – Die UBS hat Ericsson in die “Most Preferred
List” für den Sektor aufgenommen, die Einstufung aber auf “Neutral” belassen.
Analyst Michael Briest begründete den Schritt in einer Studie vom Freitag mit
der unterdurchschnittlichen Kursentwicklung im Vergleich zu anderen europäischen
Technologiewerten in den vergangenen Monaten und seit den Quartalszahlen, obwohl
der Wert defensive Charakteristika habe.
FRAPORT
LONDON – Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat das Kursziel für Fraport
nach Zahlen von 41 auf 43 Euro angehoben, die Einstufung aber auf “Equal-weight”
belassen. Die Kurszielerhöhung begründete Analystin Penelope Butcher in einer
Studie vom Freitag mit einer besser als erwarteten Entwicklung der
Profitabilität im Luftfahrtgeschäft und bei den sonstigen Aktivitäten.
Deregulierungen im Einzelhandel und im Immobiliengeschäft sollten zudem weiteres
Aufwärtspotenzial schaffen. Allerdings sei der Wettbewerber Aeroports de Paris
werthaltiger.
HHLA HAMBURGER HAFEN UND LOGISTIK AG
FRANKFURT – Equinet hat das Kursziel für HHLA Hamburger Hafen und Logistik
AG nach Zahlen zum zweiten Quartal auf “Buy” mit einem Kursziel von
33,00 Euro belassen. Die Zahlen hätten seine Erwartungen übertroffen und auch
der Unternehmensausblick sei stärker als erwartet erhöht worden, schrieb Analyst
Jochen Rothenbacher in einer Studie vom Freitag. Er wolle ebenfalls seine
Prognosen anheben, bleibe jedoch vorerst bei seiner Einstufung.
IVG IMMOBILIEN
FRANKFURT – Equinet hat die Einstufung für IVG Immobilien nach
Zahlen zum zweiten Quartal auf “Buy” mit einem Kursziel von 7,00 Euro belassen.
Alles in allem seien die Zahlen solide ausgefallen, schrieb Analyst Jochen
Rothenbacher in einer Studie vom Freitag. Der Ausblick sei zwar bestätigt
worden, allerdings sei der Wortlaut zurückhaltender ausgefallen.
IVG IMMOBILIEN
FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für IVG Immobilien
nach Zahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 8 Euro belassen. Die Kennziffern
des Immobilienunternehmens zum zweiten Quartal seien leicht besser als erwartet
ausgefallen, schrieb Analyst Burkhard Sawazki in einer Studie vom Freitag. IVG
habe das zweite positive Ergebnis in Folge erzielt, den Ausblick bestätigt und
den Substanzwert stabilisiert. Allerdings habe das Unternehmen davor gewarnt,
dass die Zahlen aus dem ersten Halbjahr angesichts eines unsicheren
Geschäftsumfelds nicht unbedingt auf das zweite Halbjahr fortgeschrieben werden
können.
K+S
PARIS – Exane BNP Paribas hat K+S nach Quartalszahlen von
“Underperform” auf “Neutral” hochgestuft und das Kursziel von 37,00 auf 42,00
Euro angehoben. Der Kalidünger- und Salzproduzent habe die Erwartungen insgesamt
erfüllt, schrieb Analyst Rim Bennani in einer Studie vom Freitag. Der Experte
hat seine Kalidünger-Preisprognosen für die zweite Jahreshälfte gesenkt, sieht
für 2011 aber Chancen auf steigende Preise. Die Markterwartungen hätten sich
mittlerweile angepasst und dürften nach den nun letzten Kürzungen nicht weiter
sinken. Bennani hat seine bereinigte Gewinnprognose je Aktie für 2010 um drei
Prozent reduziert. Seine Gewinnerwartung für 2011 erhöhte er aufgrund
gestiegener Absatz- und Preiserwartungen um sieben Prozent.
K+S
LONDON – Die Citigroup hat K+S nach Quartalszahlen auf “Hold” mit
einem Kursziel von 44,00 Euro belassen. Trotz besser als erwartet ausgefallener
Zahlen dürfte der Markt nicht sonderlich positiv reagieren, schrieb Analystin
Sophie Jourdier in einer Studie vom Freitag. Das liege an den pessimistischen
Gesamtjahresprognosen des Düngemittel- und Salzproduzenten. Langfristige
Kurstreiber gebe es immer noch nicht. Mittelfristig könnte das Papier aber von
höheren Getreidepreisepreisen profitieren.
LUFTHANSA
LONDON – Die UBS hat Lufthansa nach der Berichtssaison auf “Buy”
belassen. Nach dem 7,9-prozentigen Wachstum des weltweiten
Luftverkehrsaufkommens im ersten Halbjahr könnte sich seine Gesamtjahresprognose
von sieben Prozent als zu niedrig erweisen, schrieb Analyst Jarrod Castle in
einer Branchenstudie vom Freitag. Nach den Quartalszahlen habe er die Prognosen
für die großen Airlines angehoben. Die Fluggesellschaften würden ihre
Kapazitäten ab dem vierten Quartal aufstocken. Das könnte jedoch die
Durchschnittserlöse und Margen belasten. Insgesamt blicke er weiterhin
optimistisch auf die europäischen Fluglinien, schließt Gewinnmitnahmen nach den
guten Kursentwicklungen im Juli aber nicht aus.
MEDION
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Medion nach endgültigen Quartalszahlen
auf “Buy” mit einem Kursziel von 13,60 Euro belassen. Das Zahlenwerk des
Herstellers von Unterhaltungselektronik habe seine Erwartungen erfüllt, schrieb
Analyst Wolfgang Fickus in einer Studie vom Freitag. Wachstumstreiber sei das
Projektgeschäft gewesen, aber auch der Direktverkauf sei robust gewachsen.
Insofern seien die Unternehmensprognosen für 2010 unrealistisch niedrig. Er
rechne mit einem Umsatzwachstum von 15 Prozent und einem Anstieg des Gewinns vor
Zinsen und Steuern (EBIT) um 50 Prozent.
NOKIA
LONDON – Die UBS hat Nokia in die “Least Preferred
List” für den Sektor aufgenommen, die Einstufung aber auf “Neutral” belassen.
Die Aktie habe sich in den vergangenen Monaten und seit den Quartalszahlen
überdurchschnittlich gut entwickelt, schrieb Analyst Michael Briest in einer
Studie vom Freitag. Die Erwartungen seien zwar niedrig, doch gebe es keine
kurzfristigen Kurstreiber. Zudem rechne er mit einem harten Wettbewerb im
High-end-Smartphone-Segment in den kommenden sechs bis neun Monaten.
PATRIZIA IMMOBILIEN
DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat Patrizia Immobilien nach
Zahlen zum zweiten Quartal von “Kaufen” auf “Halten” abgestuft und das Kursziel
von 3,90 auf 3,40 Euro gesenkt. Ein weiteres Mal sei der Verlust den
Zinsabsicherungsinstrumenten geschuldet, schrieb Analyst Frank Neumann in einer
Studie vom Freitag. Er rechne damit, dass das Unternehmen sein Ziel beim um
Zinsabsicherungsinstrumente bereinigten Vorsteuergewinn für das Gesamtjahr
erreichen kann. Neben dem operativen Geschäft sollten einzelne Projekte das
Konzernergebnis stützen. Er habe seine Schätzung für den Gewinn je Aktie
gesenkt.
PHOENIX SOLAR
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Phoenix Solar nach Quartalszahlen auf
“Buy” mit einem Kursziel von 41,00 Euro belassen. Nach den Gewinnmitnahmen
infolge der Ergebnisbekanntgabe ergebe sich eine günstige Kaufgelegenheit,
schrieb Analystin Katharina Cholewa in einer Studie vom Freitag. Das
Solarunternehmen habe in den ersten sechs Monaten bereits 75 Prozent seines für
das Gesamtjahr 2010 erwarteten operativen Gewinns erreicht.
Q-CELLS
LONDON – JPMorgan hat Q-Cells nach Quartalszahlen auf “Neutral”
belassen. Die Restrukturierung des Solarzellenherstellers zeige Wirkung, schrieb
Analyst Sandeep Deshpande in einer am Freitag vorgelegten Studie. Der bereinigte
Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) habe die Erwartungen übertroffen. Die
Margenerwartungen des Marktes dürften deutlich steigen.
RHEINMETALL
LONDON – Die Citigroup hat Rheinmetall nach Halbjahreszahlen von
“Hold” auf “Buy” hochgestuft und das Kursziel auf 58,00 Euro belassen. Das
Papier des Autozulieferers und Rüstungskonzerns habe nach der Vorlage der guten
Ergebnisse fünf Prozent und seit den Höchstständen im April 17 Prozent an Wert
verloren, schrieb Analyst Jeremy Bragg in einer Studie vom Freitag. Die Sorgen
des Marktes hinsichtlich einer schwachen Autokonjunktur in der zweiten
Jahreshälfte, der Kürzungen des Verteidigungshaushaltes sowie der
Korruptionsvorwürfe in Indien seien übertrieben. Angesichts der momentanen
Kursschwäche empfehle er den Titel zum Kauf. Seine Prognosen habe er nahezu
unverändert belassen.
ROTH & RAU
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Roth & Rau nach Quartalszahlen auf
“Neutral” belassen. Die Ergebnisse des auf die Solarindustrie spezialisierten
Anlagenbauers hätten die Erwartungen insgesamt übertroffen, schrieb Analyst
Sebastian Zank in einer Studie vom Freitag. Allerdings werfe die neue
Unternehmensprognose für die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern (EBIT)
von maximal neun Prozent Fragen auf. Zuvor sei noch von rund neun Prozent
gesprochen worden. Für den Experten klingt das neue “Wording” konservativer als
der frühere Wortlaut.
RWE
LONDON – JPMorgan hat RWE nach Halbjahreszahlen auf “Underweight”
belassen. Selbst ohne Einmaleffekte hätten die sehr guten Ergebnisse die
Erwartungen übertroffen, schrieb Analyst Vincent de Blic in einer am Freitag
vorgelegten Studie. Die Debatte über eine Kernkraftsteuer in Deutschland mache
die weitere Entwicklung aber schwer berechenbar. Insgesamt habe RWE weniger
finanziellen Spielraum als der Wettbewerber Eon.
RWE
LONDON – Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat die Einstufung für RWE
auf “Conviction Sell” mit einem Kursziel von 56 Euro belassen. Vor dem
HIntergrund der geplanten Brennelementesteuer stiegen die Risiken bezüglich der
Verschuldung und der Dividende des Energieversorgers, schrieb Analystin Deborah
Wilkens in einer Studie vom Freitag. Im Kurs seien diese Gefahren noch nicht
abgebildet.
RWE
LONDON – Merrill Lynch hat das Kursziel für RWE nach
Halbjahreszahlen von 49,00 auf 45,00 Euro gesenkt und die Einstufung auf
“Underperform” belassen. Die Debatte über eine Kernkraftsteuer in Deutschland
überschatte die soliden Ergebnisse, schrieb Analyst Christopher Kuplent in einer
Branchenstudie vom Freitag. Die Bundesregierung dürfte sich von ihren Plänen
nicht abbringen lassen. Das könnte zu sinkenden Investitionen mit negativen
Folgen für das mittelfristige Wachstum und bereits 2010 zu einer
Dividendenkürzung führen. Doch selbst ohne eine derartige Belastung implizierten
die Preiskurven an den Terminmärkten, dass RWE das Wachstumsziel für den Gewinn
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 2012 und 2013 verfehlen werde.
SALZGITTER
DÜSSELDORF – Das Bankhaus Lampe hat das Kursziel für Salzgitter
nach Zahlen von 78,00 auf 75,00 Euro gesenkt, die Einstufung jedoch auf “Kaufen”
belassen. Die Kennziffern zum zweiten Quartal seien im Rahmen der Erwartungen
ausgefallen, schrieb Analyst Marc Gabriel in einer Studie vom Freitag. Im
dritten Quartal rechne er allerdings mit weiteren Steigerungen bei den
Rohstoffkosten. Die Senkung des Kursziels begründete er mit dem neuen Ausblick
des Unternehmens.
SMA SOLAR
FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für SMA Solar nach
Zahlen auf “Buy” mit dem Kursziel 110 (Kurs: 83,69) Euro belassen. Das Ergebnis
vor Zinsen und Steuern (EBIT) im zweiten Quartal habe leicht enttäuscht, schrieb
Analyst Robert Schramm in einer Studie vom Freitag. Hieraus könnte aber aus
Sicht des Analysten eine Kaufgelegenheit resultieren.
STADA
FRANKFURT – Die Commerzbank hat das Kursziel für Stada nach Zahlen
von 34,50 auf 28,50 Euro gesenkt, aber die Einstufung auf “Add” belassen.
Analyst Daniel Wendorff begründete die Kurszielsenkung in einer Studie vom
Freitag mit der schwachen Umsatzentwicklung des Generikaherstellers. Er senkte
seine Prognose für das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) für das
Gesamtjahr um vier Prozent. Die Schätzung für die EBIT-Marge ließ er
unverändert. Den Gewinn je Aktie erwartet Wendorff nun um neun Prozent niedriger
bei 2,11 Euro.
DEUTSCHE TELEKOM
LONDON – JPMorgan hat das Kursziel für Deutsche Telekom von 11,00
auf 12,00 Euro angehoben und die Einstufung auf “Overweight” belassen. Nach der
positiven Dynamik in der ersten Jahreshälfte könnte das Telekommunikationsuntern
ehmen die zu niedrigen Markterwartungen für 2011 und 2012 übertreffen, schrieb
Analyst Hannes Wittig in einer Studie vom Freitag. Die Deutsche Telekom dürfte
im Vergleich zu den Wettbewerbern vor allem vom konjunkturellen Umfeld in
Deutschland profitieren. Zwar habe er seine Gewinnprognose vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) für 2010 leicht gesenkt, die Cash-Flow-Erwartungen
für 2010 und 2011 aber angehoben.
THYSSENKRUPP
MÜNCHEN – Die Unicredit hat ThyssenKrupp nach Zahlen zum dritten
Geschäftsquartal auf “Sell” mit einem Kursziel von 16,50 (Kurs: 23,170) Euro
belassen. Der Stahlkonzern habe zwar gute Ergebnisse vorgelegt und die Prognosen
für den bereinigten Vorsteuergewinn angehoben, schrieb Analyst Christian Obst in
einer Studie vom Freitag. Allerdings befürchtet Obst, dass der größte Teil der
Gewinne im europäischen Stahlgeschäft in den kommenden Quartalen durch
Anlaufkosten auf dem amerikanischen Kontinent aufgefressen wird.
THYSSENKRUPP
DÜSSELDORF – Die WestLB hat ThyssenKrupp nach Zahlen zum dritten
Geschäftsquartal auf “Buy” mit einem Kursziel von 32,00 Euro belassen. Der
Stahlkonzern habe die Markterwartungen deutlich übertroffen, schrieb Analyst
Ralf Dörper in einer Studie vom Freitag. Auch die Unternehmensprognosen seien
gestiegen. Das sei aber größtenteils erwartet worden. Dennoch könnten die
Marktschätzungen weiter zulegen. Auch Dörper will seine Prognosen überarbeiten.
THYSSENKRUPP
FRANKFURT – Die Commerzbank hat die Einstufung für ThyssenKrupp
nach Zahlen auf “Buy” mit einem Kursziel von 31 Euro belassen. Die Kennziffern
zum dritten Geschäftsquartal seien stark ausgefallen, schrieb Analyst
Ingo-Martin Schachel in einer Studie vom Freitag. Umsatz und bereinigter
Vorsteuergewinn hätten über seinen Erwartungen gelegen. Verantwortlich für das
gute Ergebnis seien nicht die von ihm bereits in den Prognosen berücksichtigten
verringerten Verluste im US-Stahlgeschäft, sondern höhere Erlöse in den
Segmenten “Components Technology”, “Materials Services” und “Stainless Global”.
VERSATEL
DÜSSELDORF – Die WestLB hat Versatel nach Quartalszahlen auf “Buy”
mit einem Kursziel von 6,80 Euro belassen. Hauptreiber der über seinen
Erwartungen liegenden Ergebnisse seien die Bereiche Geschäftskunden und
Wholesale gewesen, schrieb Analyst Tarkan Cinar in einer Studie vom Freitag. Der
Free Cash-Flow habe von niedrigeren Investitionen profitiert. Nach dem
teilweisen Verkauf des Privatkundengeschäfts könnte dessen Rest in absehbarer
Zeit veräußert werden. Der Telekommunikationsanbieter scheine sich zu einen
B2B-Anbieter zu wandeln.
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