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17:11 | 16.08.2010
dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 16.08.2010 – 17.00 Uhr

USA: Empire-State-Index klettert nicht so stark wie erwartet

NEW YORK – Die Geschäftsaussichten des Verarbeitenden Gewerbes im
US-Bundesstaat New York haben sich im August nicht ganz so stark aufgehellt wie
erwartet. Der Empire-State-Index sei von 5,1 Punkten im Vormonat auf 7,1 Punkte
geklettert, teilte die regionale Vertretung der US-Notenbank am Montag in New
York mit. Volkswirte hatten mit einem Anstieg auf 8,8 Punkte gerechnet.

USA: Nettokapitalabflüsse im Juni

WASHINGTON – Aus den USA ist im Juni mehr Kapital von privaten und
öffentlichen Investoren abgeflossen als zugeflossen. Per Saldo seien aus der
größten Volkswirtschaft der Welt 6,7 Milliarden US-Dollar abgeflossen, teilte
das Finanzministerium am Montag in Washington mit. Im Vormonat erzielten die USA
noch Nettokapitalzuflüsse von 17,1 Milliarden Dollar.

USA: Stimmung unter Häuserbauern überraschend eingetrübt – NAHB

WASHINGTON – Die Stimmung unter US-Häuserbauern hat sich im August
überraschend eingetrübt. Der NAHB-Hausmarktindex sei von 14 Punkten im Vormonat
auf 13 Zähler gesunken, teilte die National Association of Homebuilders (NAHB)
am Montag in Washington mit. Volkswirte hatten indes mit einem Anstieg auf 15
Punkte gerechnet. Es ist der dritte Rückgang der Kennzahl in Folge und das
niedrigste Niveau seit März 2009. Als Grund für die Eintrübung nannte NAHB unter
anderem die Wachstumsabschwächung in den USA und den schwachen Arbeitsmarkt.

Japan: Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

TOKIO – Japans Wirtschaftswachstum schwächt sich ab. Nach vorläufigen
Berechnungen der Regierung stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten
Kalenderquartal angesichts schleppender Exporte und schwachen Privatkonsums nur
noch mit einer hochgerechneten Jahresrate von 0,4 Prozent. Die Aktienbörse in
Tokio reagierte mit Abschlägen auf die Daten. Die jüngste Entwicklung deutet
nach Einschätzung von Volkswirten einmal mehr darauf hin, dass China noch in
diesem Jahr Japan als die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt überholen könnte.

Weniger Industriebeschäftigte arbeiten deutlich mehr

WIESBADEN – Mit kleineren Mannschaften machen die Betriebe des
verarbeitenden Gewerbes in Deutschland mächtig Dampf. Ende Juni waren in den
Unternehmen mit mehr als 50 Leuten insgesamt 4,9 Millionen Menschen beschäftigt,
wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Das waren
knapp 135.000 Menschen oder 2,7 Prozent weniger als vor einem Jahr auf dem
Höhepunkt der Wirtschaftskrise.

Eurozone: Verbraucherpreise steigen wie zunächst berechnet

LUXEMBURG – Im Euroraum sind die Verbraucherpreise im Juli wie zunächst
berechnet gestiegen. Die jährliche Inflationsrate sei von 1,4 Prozent im
Vormonat auf 1,7 Prozent geklettert, teilte die europäische Statistikbehörde
Eurostat am Montag in Luxemburg mit. Damit bestätigten die Statistiker
vorläufige Zahlen von Ende Juli. Volkswirte hatten dies erwartet. Im
Monatsvergleich sanken die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.

China überholt Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft

TOKIO – China hat Japan als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt hinter den
USA überholt. Nach vorläufigen Berechnungen der Regierung in Tokio belief sich
Japans Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Kalenderquartal auf 1,28 Billionen
Dollar, während China auf 1,33 Billionen Dollar kam.

Entscheidung zum Status von Zeitarbeitsgewerkschaften

ERFURT – Das Bundesarbeitsgericht (BAG) in Erfurt wird voraussichtlich noch
in diesem Jahr über die Tariffähigkeit der Christlichen Zeitarbeitsgewerkschafte
n entscheiden. “Die Anhörung ist für Dezember vorgesehen”, sagte die Präsidentin
des höchsten deutschen Arbeitsgerichts, Ingrid Schmidt, der Nachrichtenagentur
dpa. Das Landesarbeitsgericht wie das Arbeitsgericht in Berlin halten die
Tarifgemeinschaft Christlicher Gewerkschaften für Zeitarbeit und
Personalserviceagenturen (CGZP) für nicht tariffähig.

Merkel: Etatsanierung hat Vorrang – Mit Westerwelle einig

BERLIN – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat raschen Steuersenkungen in
Folge des starken Wirtschaftsaufschwungs eine Absage erteilt. Der Sparkurs und
ein Abbau der Verschuldung hätten Vorrang, sagte Merkels neuer
Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. “Priorität hat
Haushaltskonsolidierung.” Darin sei sich die Kanzlerin mit FDP-Chef Guido
Westerwelle völlig einig.

Aufschwung wird sich mit verminderten Tempo fortsetzen – Helaba

FRANKFURT – Der Aufschwung in Deutschland wird sich nach Einschätzung der
Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) im zweiten Halbjahr – wenn auch mit
verminderten Tempo – fortsetzen. “Die steigenden Investitionen in Deutschland
dürften auch zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Arbeitskräften führen”,
sagte Gertrud Traud, Chefvolkswirtin der Helaba am Montag der
Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Eine weitere Verbesserung des bereits gut
laufenden Arbeitsmarktes stelle dann eine gute Basis für den privaten Konsum
dar. Im zweiten Quartal hatte das deutsche Wirtschaftswachstum mit 2,2 Prozent
im Vergleich zum Vorquartal den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung
erreicht.

/rob/jsl


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