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9:33 | 17.06.2015
Faymann sieht Athen-Visite auch als Zeichen der Solidarität

ATHEN/WIEN (dpa-AFX) – Der österreichische Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist kurz vor seinem Treffen mit dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras optimistisch, dass es eine Lösung in der Griechenland-Krise geben wird. Er glaube nicht an einen Bruch der griechischen Regierung mit den Geldgebern, sagte Faymann am Mittwoch im Ö1-Morgenjournal der ORF-Radios.”Ich gehe davon aus, dass jemand, der gewählt ist, seine Verantwortung wahrnimmt.”

Faymann sieht seinen Besuch in Athen auch als Zeichen der Solidarität mit der griechischen Bevölkerung. Er habe Verständnis für die Ablehnung einiger Vorschläge der Geldgeber. Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der Tatsache, dass 30 bis 40 Prozent der Griechen keine Krankenversicherung hätten, fände er etwa den Vorschlag, die Mehrwertsteuer auf Medikamente zu erhöhen, “nicht in Ordnung”.

Faymann wird sich mittags zu einem Vier-Augen-Gespräch mit Tsipras treffen, das etwa eine Stunde dauern soll. Der Besuch ist nach Faymanns Worten eng mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker abgestimmt./mrd/DP/stk


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