9:25 | 27.09.2011
Griechische Regierung unter Druck – Geld wird knapp
ATHEN (dpa-AFX) – Die Regierung in Athen gerät immer mehr in Bedrängnis.
Nach übereinstimmenden Medienberichten vom Dienstag wird das Geld langsam knapp.
Weil die sechste Tranche der Hilfe der EU und des Internationalen Währungsfonds
möglicherweise nicht rechtzeitig komme, habe Athen bereits viele Zahlungen
ausgesetzt. Darunter seien etwa die Rückerstattung der Mehrwertsteuer an
Exportunternehmen und die Zahlungen an einige Pharmaunternehmen. Eine
Bestätigung seitens des Finanzministeriums gab es zunächst nicht.
Wie die Athener Sonntagszeitung “To Vima” auf ihrer Internetseite am
Dienstag berichtete, hat Athen noch Geld um die Löhne und Gehälter der
Staatsbediensteten und die Renten und Pensionen bis inklusive Oktober
auszuzahlen. Mit der Aussetzung der Zahlungen an viele Bereiche versuche Athen
jetzt etwa 1,7 Milliarden Euro zu finden, damit auch die Löhne und Renten im
November bezahlt werden können, berichtete die “To Vima”.
Die Experten der sogenannten Troika der EU, des Internationalen
Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) fordern von der
Regierung unter Ministerpräsident Giorgos Papandreou Beweise und Versicherungen,
dass ein neues hartes Sparprogramm wirklich in die Tat umgesetzt wird, damit
Athen weitere sieben Milliarden Euro spart. Anderenfalls sind die Geldgeber
nicht bereit Griechenland mit Finanzspritzen unter die Arme zu greifen.
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