11:53 | 16.02.2010
HANDY-MESSE/ROUNDUP: T-Mobile verspricht mehr Transparenz bei Datentarifen
BARCELONA (dpa-AFX) – Die Deutsche Deutsche Telekom will ihren
Mobilfunk-Kunden mehr Transparenz bei Datentarifen bieten. Es könne nicht sein,
dass Kunden, wenn sie mobile Datendienste im Ausland nutzen, mit der Rechnung
eine böse Überraschung erlebten, sagte Telekom- Mobilfunkmanager Rainer
Deutschmann am Dienstag auf dem Mobile World Congress in Barcelona. Die
Entwicklung gehe vor allem im Inland klar in Richtung Flatrates.
In Zukunft werde der Preis der Datenpakete aber mehr und mehr von der
Qualität der Dienste abhängen. “Wir werden unterteilen in “gut”, “besser” und
“am besten”", sagte Deutschmann. Die Telekom bereitet sich wie andere
Netzbetreiber auf eine steigende Nachfrage nach Datendiensten vor.
Besonders Anwendungen im mobilen Internet lassen die Datenmengen steigen.
Bei Handy-Software (Apps) fährt T-Mobile mehrgleisig: Bereits am Montag hatte
die Telekom gemeinsam mit mehr als 20 anderen Netzbetreibern eine Allianz für
eine offene Applikations-Plattform geschlossen. Die Initiative kann als
Gegenentwurf unter anderem zum iTunes App Store von Apple
verstanden werden. Gleichzeitig will T-Mobile aber auch ihr Logo in
verschiedenen App Stores wie Nokias Ovi-Plattform unterbringen und ihren Kunden
die Möglichkeit geben, die Softwareanwendungen per Handyrechnung zu bezahlen.
Dabei entwickelt der Konzern auch eigene Anwendungen für das Handy. Die
Navigationshilfen von T-Mobile sollen künftig auch in anderen europäischen
Ländern nutzbar sein. Damit die Kunden sich in der Fülle von Applikationen
besser zurechtfinden, will T-Mobile eine Apps-Suchmaschine für Anwendungen rund
um die Handy-Plattform Android anbieten. Kunden in Deutschland können den Dienst
ab März nutzen.
Um ihre Netze fit für die höheren Datenmengen zu machen, will die Telekom in
diesem Jahr mit dem UMTS-Beschleuniger HSPA+ Übertragungsraten von bis zu 42
Megabit pro Sekunde erreichen. Gleichzeitig treibt der Konzern seine Tests mit
dem Mobilfunkstandard der nächsten Generation Long Term Evolution (LTE) voran.
In den USA sieht sich T-Mobile USA mit seinem UMTS-Netz bislang gut
aufgestellt. “Mit unserem 3G-Netz sind unsere Kunden sehr zufrieden”, sagte der
Technikvorstand von T-Mobile USA, Cole Brodman. “Das heißt aber nicht, dass wir
alle Probleme gelöst haben.” 2009 sei eine große Herausforderung gewesen.
T-Mobile USA ist die Nummer vier auf dem US-Mobilfunkmarkt und inzwischen eines
der Sorgenkinder des Konzerns. Der einstige Wachstumstreiber der Telekom verlor
zuletzt sogar Kunden. In amerikanischen Medien wurde vor kurzem über einen
möglichen Börsengang der US-Tochter spekuliert./gr/tw
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