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8:14 | 06.05.2008
Hannover Rück verdient im 1. Quartal deutlich mehr als erwartet

HANNOVER (dpa-AFX) – Der weltweit viertgrößte Rückversicherer Hannover Rück
hat im ersten Quartal trotz einer überraschend rückläufigen
Prämienentwicklung deutlich mehr verdient als erwartet und die Gewinnprognose
für das Gesamtjahr bekräftigt. Das operative Ergebnis sei von 154,2 auf 245,6
Millionen Euro gewachsen, teilte das im MDAX notierte Unternehmen am
Dienstag in Hannover mit. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte
Analysten hatten im Schnitt mit 209,6 Millionen Euro gerechnet. Der Überschuss
nach Minderheiten kletterte von 123,5 auf 151,5 Millionen Euro, während die
Experten 132,4 Millionen erwartet hatten.

Für das laufende Jahr rechnet die Hannover Rück weiterhin mit einem “guten”
Ergebnis und peilt wie bereits früher angekündigt einen Gewinn je Aktie (EPS)
von etwa fünf Euro an. Bei der Eigenkapitalrendite erwartet der Vorstand
weiterhin einen Wert von mehr als 15 Prozent. Die Schaden-Rückversicherung soll
ihr operatives Ergebnis dabei steigern, und in der Personen-Rückversicherung
sieht das Unternehmen eine unverändert günstige Ertragssituation.

Bei den Prämien erwartet die Hannover Rück hingegen nur noch eine
Entwicklung auf Vorjahresniveau, nachdem der Vorstand im März noch einen Zuwachs
um fünf Prozent in Aussicht gestellt hatte. Die Ursache dafür liegt in der
Schaden-Rückversicherung, wo wegen des schwachen Dollars ein
Nettoprämienrückgang um fünf Prozent erwartet wird. In der
Personen-Rückversicherung will die Hannover Rück die Prämieneinnahmen weiterhin
zweistellig steigern.

Im ersten Quartal gingen die Bruttoprämieneinnahmen auf Konzernebene um 5,5
Prozent auf 2,276 Milliarden Euro zurück. Die verdienten Nettoprämien sanken um
3,3 Prozent auf 1,679 Milliarden Euro. In beiden Fällen hatten die Analysten mit
einem leichten Anstieg gerechnet.

Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote in der Schaden-Rückversicherung
verbesserte sich auf 99,5 Prozent, nachdem das Sturmtief “Kyrill” im
Vorjahresquartal zu einem Anstieg auf 105,5 Prozent beigetragen hatte. Analysten
hatten für das erste Jahresviertel 2008 im Schnitt 100,2 Prozent erwartet. Je
weiter der Wert unter 100 Prozent liegt, desto stärker sind die Aufwendungen für
Schäden und Verwaltung alleine durch die Beitragseinnahmen gedeckt.

Mit ihren Kapitalanlagen verdiente die Hannover Rück trotz der
Finanzmarktkrise im ersten Quartal noch besser als ein Jahr zuvor. Das
Kapitalanlageergebnis wuchs um 1,7 Prozent auf 262,6 Millionen Euro, während
Analysten mit 255,7 Millionen Euro gerechnet hatten./stw/wiz


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