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16:23 | 21.02.2010
\’HB\’: EU plant neue strenge Schutzvorschriften für Aktionäre

BRÜSSEL (dpa-AFX) – Die EU-Kommission will einem Pressebericht zufolge den
europäischen Anlegerschutz verbessern. Wer ein Wertpapier-Depot im EU-Ausland
besitzt, solle mehr Rechte bekommen, berichtet das “Handelsblatt” (Montag) unter
Berufung auf ein Diskussionspapier der Brüsseler Behörde. So wolle die
Kommission sicherstellen, dass die Anleger ihre im EU-Ausland gehaltenen Aktien
oder andere Papiere im Falle einer Banken-Pleite zurückbekommen. Demnach will
die EU die Banken zwingen, alle für Kunden und für sich selbst erworbenen
Wertpapiere auch tatsächlich “eins zu eins” vorzuhalten. Sollte dies nicht der
Fall sein, dann müssten Banken und Broker im Notfall ihren Kunden die auf eigene
Rechnung erworbenen Wertpapiere überlassen.

Darüber hinaus will die Kommission sicherstellen, dass Anleger voll in den
Genuss aller Rechte kommen, die mit einer im europäischen Ausland gehaltenen
Aktie verbunden sind. Dabei denkt die Brüsseler Behörde insbesondere an die
Auszahlung von Dividenden und an die Ausübung von Stimmrechten. Hier gebe es bei
grenzüberschreitenden Investments erhebliche Defizite, moniert die Kommission in
ihrem Papier. So komme es immer wieder vor, dass Banken stellvertretend für
ausländische Kunden Stimmrechte ausüben würden. Diese Praxis will die
EU-Kommission beenden./nl


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