9:11 | 14.10.2009
HeidelDruck-Chef: ‘Unsere Banken würden keine zusätzlichen Risiken tragen’
FRANKFURT (dpa-AFX) – Heidelberger Druckmaschinen will nach den
gescheiterten Fusionsverhandlungen mit Manroland alleine weitermachen. Dass die
Fusion nicht zustande gekommen ist, begründet Konzernchef Bernhard Schreier mit
zusätzlichen Risiken, die die Bürgen und Banken von Heideldruck vermutlich nicht
mitgetragen hätten. “Grundsätzlich denke ich nicht, dass unsere Banken und
Bürgen die zusätzlichen Risiken potentieller Kooperationen und Fusionen
mittragen würden”, sagte Schreier der “Frankfurter Allgemeine Zeitung”
(Mittwoch).
“Wir sind richtig aufgestellt, und unsere Kostensenkungsmaßnahmen sind im
Plan”, sagte Schreier. “Wir werden dieses Geschäftsjahr bereits unser
Einsparziel für nächstes Jahr von rund 400 Millionen Euro knapp erreichen,
außerdem haben wir unsere Kreditlinien bis Mitte 2012 gesichert. Wir haben
unsere Hausaufgaben gemacht.” Bei rund 500 Millionen Euro im Quartal sieht er
eine Bodenbildung. “Wenn die Konjunktur wieder anzieht, wird Heidelberger
Druckmaschinen auch wieder mehr als 3 Milliarden Euro im Jahr umsetzen.”
Überlegungen über einen Schulterschluss mit dem Konkurrenten Koenig&Bauer
bewegen sich unter anderem auf dem Gebiet möglicher Fabrikationsvereinbarungen.
Heideldruck sucht aber weiterhin nach Investoren./fn/tw
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