AGENTURMELDUNGEN

14:36 | 08.04.2008
Hewlett-Packard startet Schüler-Laptop – Konkurrenz zu Intel

PALO ALTO (dpa-AFX) – Der weltgrößte PC-Hersteller Hewlett-Packard (HP)
steigt ins wachsende Geschäft mit günstigen Schüler-Laptops
ein. Das Mini-Notebook soll Vorreitern wie dem “Classmate”-Laptop des
Chipkonzerns Intel Konkurrenz machen. Die abgespeckten
tragbaren Rechner sind einer der neuesten Trends der Computerindustrie.

Der “HP Mini” soll in den USA im Laufe dieses Monats auf den Markt kommen
und ab rund 500 Dollar zu haben sein, kündigte der Hersteller am Dienstag in
Palo Alto (Kalifornien) an. Der Rechner (HP 2133 Mini-Note PC) wird in
verschiedenen Ausstattungen angeboten: zum Beispiel wahlweise mit
Linux-Betriebssystem oder Windows sowie mit leichteren oder auch länger
laufenden Akkus. Das Gerät ist multimediafähig und hat einen drahtlosen
Internetzugang.

Intel stellte erste kürzlich eine komplett überarbeitete Version seines
Schüler-Laptops “Classmate” mit schnellerem Chip und größerem Bildschirm vor. Im
Marktsegment für einfache tragbare Rechner sind auch Wettbewerber wie der
taiwanesische Hersteller Asus mit seinem 300-Dollar-Notebook “Eee PC” aktiv.
Auch vom zweitgrößten PC-Bauer Dell erwarten viele Branchenbeobachter noch in
diesem Jahr den Einstieg in das neue Segment.

Die günstigen und sehr stabilen Geräte sollen nicht nur in Schulen
und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen, sondern auch als einfaches
Zweitgerät sowie günstige und leichte Alternative zum hochleistungsfähigen
Notebook. Intel nennt die Rechner inzwischen auch “Netbooks”.

Sehr früh startete in dem Markt die Initiative “One Laptop Per Child” (OLPC)
mit dem Intel-Wettbewerber Advanced Micro Devices (AMD) an
Bord. Das von OLPC zunächst angestrebte Preislimit von 100 Dollar pro Stück
musste jedoch auf knapp 200 Dollar angehoben werden. Der XO-Laptop von OLPC
wurde bislang insbesondere an Schulen in Mittel- und Südamerika geliefert. Intel
und OLPC hatten eine Zusammenarbeit versucht, sind vor einigen Monaten aber im
Streit getrennte Wege gegangen. Dabei soll der “Classmate” ein zentraler
Konfliktpunkt gewesen sein.

Die erste Generation des “Classmate”-PC hatte Intel seit vergangenem Jahr in
Ländern wie Vietnam, Brasilien, Argentinien, Indonesien und Libyen für
schätzungsweise 250 Dollar pro Stück vermarktet. Intel lässt den Rechner von
Partnern bauen. /fd/DP/sb


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