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13:17 | 05.03.2018
Irischer Regierungschef: Keine direkten Brexit-Gespräche mit London

DUBLIN (dpa-AFX) – Der irische Regierungschef Leo Varadkar hat eine direkte Beteiligung Dublins an Gesprächen über die künftige Grenze zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland nach dem Brexit ausgeschlossen.

Varadkar sagte dem öffentlich-rechtlichen irischen Rundfunk RTÉ am Montag, es werde keine Drei-Parteien-Gespräche zwischen seinem Land, Großbritannien und der EU geben. “Was passieren wird ist, dass es Gespräche zwischen den 27 EU-Staaten und Großbritannien geben wird”, sagte Varadkar. Irland sei Teil der EU 27 und damit “viel stärker” als alleine.

Varadkar widersprach damit Andeutungen der britischen Premierministerin Theresa May, die Frage nach der künftigen Grenze auf der Irischen Insel könne in einem Format außerhalb der offiziellen Brexit-Gespräche mit Brüssel stattfinden. May hatte am Sonntag in der BBC-Talkshow “The Andrew Marr Show” gesagt, Varadkar habe sich zu Dreiergesprächen bereit erklärt.

Die Frage, was mit der bislang offenen Grenze geschehen soll, wenn Großbritannien die EU verlässt, gilt als größter Stolperstein der Brexit-Verhandlungen. Befürchtet wird, dass Grenzkontrollen den Friedensprozess in der ehemaligen Bürgerkriegsregion stören könnten./cmy/DP/zb


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