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9:06 | 22.02.2010
Keine Annäherung im Tarifkonflikt bei Lufthansa

FRANKFURT (dpa-AFX) – Im Tarifkonflikt bei der Lufthansa zeichnet
sich auch nach Beginn des Pilotenstreiks keine Annäherung ab. “Wir haben in den
letzten Stunden keinen direkten Kontakt gehabt”, sagte der Sprecher der
Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit, Jörg Handwerg, am Montagmorgen in
Frankfurt. Nach derzeitigem Stand werde der Streik daher wie geplant bis
Donnerstag fortgesetzt. Damit dürften binnen vier Tage rund 3200 Flüge
ausfallen. Dies wäre der größte Streik in der deutschen Luftfahrtgeschichte.

Die Lufthansa zeigte sich weiter offen für Verhandlungen. “Wir sind offen
für Gespräche ohne Vorbedingungen”, sagte Sprecherin Claudia Lange. Dazu müsse
die Vereinigung Cockpit aber auch ohne Vorbedingungen in die Verhandlungen
gehen. Lufthansa ging davon aus, dass der Sonderflugplan weitgehend eingehalten
werden kann. Passagiere wurden aber gebeten, sich über mögliche kurzfristige
Änderungen per Internet oder Telefon zu informieren.

In dem Tarifkonflikt geht es um Geld, Arbeitsplatzsicherung und Einfluss auf
die Firmenpolitik. Die Gewerkschaft will verhindern, dass durch billigere
Lufthansa-Töchter vor allem im Ausland eine innerbetriebliche Konkurrenz
entsteht. Daher verlangt sie auch Mitsprache bei den Auslandstöchtern. Lufthansa
hält dies für unzulässig./rg/DP/wiz


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