14:15 | 14.02.2010
Konflikt zwischen BMW-Betriebsräten
MÜNCHEN (dpa-AFX) – In der Münchner Niederlassung des Autoherstellers BMW
ist ein Streit zwischen Betriebsräten entbrannt, der mittlerweile auch
die Justiz beschäftigt. Ein entsprechender Bericht der “Frankfurter Allgemeinen
Sonntagszeitung” wurde am Samstag bei BMW und der IG Metall bestätigt. Der
Konzern hoffe darauf, dass der Betriebsfrieden bald wieder hergestellt sei,
sagte ein BMW-Sprecher. Dem Bericht zufolge haben 28 BMW-Mitarbeiter vor dem
Arbeitsgericht das Ergebnis der vorgezogenen Betriebsratswahlen in der BMW-
Niederlassung angefochten.
Die betreffenden Mitarbeiter verlangten, die Wahl wegen schwerwiegender
Gesetzesverstöße für unwirksam zu erklären, hieß es. Die Vorwürfe, die in einem
22-seitigen Schriftsatz erhoben würden, reichten von Verfahrensfehlern, mehrfach
abgegebenen Stimmen bis hin zu ungeklärten Vorkommnissen im Wahlvorstandsbüro am
Abend nach der Wahl. Das Arbeitsgericht habe am ersten Verhandlungstermin den
Beteiligten eine Frist bis Ende Februar gesetzt, um sich gütlich zu einigen,
sagte eine Sprecherin des Gerichts der Zeitung.
Der Münchner IG-Metall-Chef Horst Lischka erklärte, der Fall sei für die
Gewerkschaft nicht von Brisanz. Es sei nicht außergewöhnlich, dass es im Zuge
einer Betriebsratswahl zu einem Konflikt komme oder eine Wahl angefochten werde.
Man warte jetzt die Entscheidung des Arbeitsgerichts ab. “Wenn die Wahl
wiederholt werden müsste, wird sie wiederholt.”/cs/DP/he
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