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11:09 | 30.10.2013
Kreise: Rückschlag für JPMorgan – 13-Milliarden-Vergleich mit Regierung wankt

NEW YORK (dpa-AFX) – Die US-Großbank JPMorgan hat beim
Aufräumen von Altlasten offenbar einen Rückschlag erlitten. Der eigentlich schon
in trockenen Tüchern geglaubte 13-Milliarden-Dollar-Vergleich mit der
US-Regierung für fragwürdige Hypothekengeschäfte ist laut Kreisen ins Wanken
geraten. Das US-Justizministerium habe einen von der Bank am 27. Oktober
verschickten Vorschlag zurückgewiesen, berichtet die Nachrichtenagentur
Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute
Personen. Zuvor hatte unter anderem das “Wall Street Journal” darüber berichtet.

Vor allem der Vorschlag der Bank, sich einen Teil der Kosten beim
Einlagensicherungsfonds FDIC zurückzuholen, stößt offenbar auf Widerstand der
Regierung. Zudem sei das Justizministerium nicht damit einverstanden, dass sich
die US-Großbank von der möglichen Strafverfolgung in einigen Punkten freikaufen
will. Ein Teil des anvisierten Vergleich ist seit Freitag vergangener Woche
bereits Fakt. Mit der Behörde FHFA, die für Immobilienfinanzierungen zuständig
ist, einigte sich JPMorgan auf die Zahlung von 5,1 Milliarden Dollar.

Aber auch in diesem Punkt gebe es unterschiedliche Auffassungen zwischen dem
US-Justizministerium und der Bank, hieß es in Kreisen. Es sei unklar, wieviel
der FHFA-Zahlung in die anvisierte Vergleichssumme von rund 13 Milliarden Dollar
einfließen soll. Nach Auffassung von JPMorgan wären nur noch rund 8 Milliarden
Dollar offen, die Regierung geht offenbar von 9 Milliarden aus.

Sollten sich die Bank und die Regierung auf die Summe von 13 Milliarden
Dollar einigen, wäre es die bisher höchste Strafe, die ein Institut für
fragwürdige Hypothekengeschäfte zahlen müsste. Für die Bank wäre es dennoch ein
Fortschritt, da die Sache damit endlich aus der Welt wäre./zb/kja/stb


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