AGENTURMELDUNGEN

9:08 | 24.04.2012
Megafon-Zukunft geklärt – TeliaSonera baut Anteil für 3,25 Milliarden Dollar ab

MOSKAU/STOCKHOLM (dpa-AFX) – Die Zukunft des zweitgrößten russischen
Mobilfunkunternehmens Megafon ist geklärt. Die Anteilseigner, die seit Monaten
über die Beteiligungsverhältnisse ringen, haben sich geeinigt. Der russische
Milliardär Alisher Usmanov übernehme über seine Holding AF Telecom die Mehrheit,
teilte der schwedische Telekomkonzern TeliaSonera am Dienstag mit. TeliaSonera –
bislang mit knapp 44 Prozent an Megafon beteiligt, baut seinen Anteil deutlich
ab und will ihn über einen Börsengang weiter reduzieren. Der dritte im Bunde,
Altimo, steigt ganz aus. Das zur russischen Investorengruppe Alfa gehörende
Unternehmen erhält für seine 25,1 Prozent sowie noch offene Gewinnbeteiligungen
5,2 Milliarden US-Dollar. Die Schweden, die ihre Beteiligung in einem ersten
Schritt auf knapp 36 Prozent reduzieren, erhalten für die verkauften Anteile und
als Dividende insgesamt 3,25 Milliarden Dollar.

AF Telecom und TeliaSonera haben sich zudem darauf geeinigt, bis zu 20
Prozent an Megafon an die Londoner Börse zu bringen. Dabei wollen die Schweden
ihren Anteil auf 25 Prozent plus eine Aktie reduzieren. Sollte der Börsengang
bis Ende 2014 nicht über die Bühne gehen, kann TeliaSonera seinen Anteil an AF
Telecom oder Megafon verkaufen. Megafon selbst hält nach der am Dienstag bekannt
gewordenen Transaktion ohnehin bereits 14 Prozent am eigenen Unternehmen.
TeliaSonera bleibt damit weiter in Russland investiert. Die Schweden sind seit
1994 in Russland vor Ort. Megafon selbst ist 2002 durch eine Fusion von
Northwest GSM und Sonic Duo entstanden.

In den vergangenen Jahren wuchs das Unternehmen kräftig. Seit 2005 legten
die Erlöse im Durchschnitt 16 Prozent pro Jahr auf zuletzt 243 Milliarden Rubel
(6,3 Mrd Euro) zu. Das Unternehmen hat knapp 62 Millionen Kunden und einen
Markteinteil von rund 27 Prozent. Eine Neuordnung der Eigentümerstruktur war
notwendig, da TeliaSonera und Altimo zusammen die Mehrheit an dem türkischen
Mobilfunkanbeiter Turkcell halten. Eigentlich wollten die beiden Unternehmen
ihre Beteiligungen an Megafon und dem türkischen Unternehmen bündeln. Dies
scheiterte jedoch an rechtlichen Bedenken./zb/stb/stk


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