13:04 | 02.07.2010
Ölpreise kaum erholt von starken Vortagesverlusten
NEW YORK/LONDON/WIEN (dpa-AFX) – Die Ölpreise haben sich am Freitag kaum von
ihren starken Vortagesverlusten erholt. Ein Barrel (159 Liter) der
US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im August
kostete am Mittag 72,99 Dollar und damit vier Cent mehr als zum Handelsschluss
am Vortag. Sorgen über die Konjunkturentwicklung in den USA und China hatten den
US-Ölpreis am Donnerstagnachmittag um mehr als drei Dollar gedrückt. Der Preis
für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August kletterte
zuletzt um 23 Cent auf 72,57 Dollar.
Nach dem Ausverkauf an den Rohstoffmärkten am Vortag beruhigte sich die Lage
am Freitag etwas. Am Donnerstag hatten laut Commerzbank schlechter als erwartet
ausgefallene US-Konjunkturdaten die Sorgen über die wirtschaftliche Erholung
vergrößert und zu massivem Abgabedruck an den Rohstoffmärkten geführt. Dies
könnte sich aus Sicht des Bankhauses zum Wochenausklang fortsetzen, wenn die
US-Arbeitsmarktdaten am Nachmittag ebenfalls hinter den Erwartungen
zurückbleiben sollten. Auch der deutlich schwächere Dollar scheine den Rückgang
der Ölpreise derzeit nicht aufhalten zu können. Ein Test des unteren Endes der
seit einem Monat gültigen Handelsspanne von 70 bis 80 Dollar sei daher
wahrscheinlich.
Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist
unterdessen gesunken. Nach Berechnungen des Opec-Sekretariats vom Freitag
kostete ein Barrel am Donnerstag im Durchschnitt 72,51 Dollar. Am Mittwoch hatte
ein Barrel noch 72,69 Dollar gekostet. Die Opec berechnet ihren Korbpreis
täglich auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells./jha/bgf
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